• 17.02.2018
      17:30 Uhr
      Vergissmeinnicht Nikos Beloyannis, Kommunist | arte
       

      Am Morgen des 30. März 1952 werden in Athen vier griechische Kommunisten von einem Erschießungskommando hingerichtet, trotz der Gnadengesuche Charlie Chaplins, Jean-Paul Sartres und General de Gaulles. Pablo Picassos Skizze "Mann mit der Nelke" hatte einen der Verurteilten weltberühmt gemacht: Nikos Beloyannis. Er wird vor ein Militärgericht gestellt und der Tätigkeit für eine verbotene Partei und der Spionage für die Sowjetunion beschuldigt. Da er vor Gericht stets mit einer roten Nelke - einem Geschenk seiner Geliebten Elli Pappa - in der Hand auftrat, wurde er als "Mann mit der Nelke" bekannt.

      Samstag, 17.02.18
      17:30 - 18:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Am Morgen des 30. März 1952 werden in Athen vier griechische Kommunisten von einem Erschießungskommando hingerichtet, trotz der Gnadengesuche Charlie Chaplins, Jean-Paul Sartres und General de Gaulles. Pablo Picassos Skizze "Mann mit der Nelke" hatte einen der Verurteilten weltberühmt gemacht: Nikos Beloyannis. Er wird vor ein Militärgericht gestellt und der Tätigkeit für eine verbotene Partei und der Spionage für die Sowjetunion beschuldigt. Da er vor Gericht stets mit einer roten Nelke - einem Geschenk seiner Geliebten Elli Pappa - in der Hand auftrat, wurde er als "Mann mit der Nelke" bekannt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Marco Gastine

      Am Morgen des 30. März 1952 werden in Athen vier griechische Kommunisten von einem Erschießungskommando hingerichtet, trotz der Gnadengesuche Charlie Chaplins, Jean-Paul Sartres und General de Gaulles. Pablo Picassos Skizze "Mann mit der Nelke" hatte einen der Verurteilten weltberühmt gemacht: Nikos Beloyannis.

      Nikos Beloyannis kommt Ende 1915 in Amaliada, Griechenland, zur Welt. Er wächst in einfachen Verhältnissen auf. In der höheren Schule beginnt er sich für revolutionäre Ideale zu begeistern und sozialkritische Erzählungen zu schreiben. Mit 17 Jahren beginnt er in Athen ein Jurastudium. Doch als Mitglied der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) wird er bald exmatrikuliert.

      In Griechenland herrscht zu diesem Zeitpunkt eine faschistische Diktatur unter der Führung des Generals Ioannis Metaxas. Dieser lässt sich zwar weder von Hitler noch von Mussolini vereinnahmen, doch er verbietet dennoch die Kommunistische Partei und verfolgt ihre Anhänger mit aller Härte. Aufgrund seines Widerstands gegen das Regime und seines Einsatzes für die kommunistische Partei wird Nikos Beloyannis 1938 festgenommen und zu acht Jahren Haft verurteilt.

      Im Frühjahr 1943 gelingt ihm die Flucht. Zurück auf dem Peloponnes verschreibt er sich ganz dem Widerstand. Er wird Politoffizier der ELAS, der pro-kommunistischen Befreiungsarmee. Nach der Niederlage der Kommunisten im griechischen Bürgerkrieg (1946-1949) flieht Nikos Beloyannis nach Albanien. Im Juni 1950 kehrt er heimlich über Rom nach Athen zurück. Dort arbeitet er am Wiederaufbau der kommunistischen Organisation.

      1950 wird er abermals inhaftiert. Er wird vor ein Militärgericht gestellt und der Tätigkeit für eine verbotene Partei und der Spionage für die Sowjetunion beschuldigte. Da er vor Gericht stets mit einer roten Nelke - einem Geschenk seiner Geliebten Elli Pappa - in der Hand auftrat, wurde er als "Mann mit der Nelke" bekannt. Trotz internationaler Gnadengesuche werden Nikos Beloyannis und drei seiner Mitangeklagten zum Tode verurteilt und trotz internationaler Proteste und Gnadengesuche in einer nächtlichen Geheimaktion hingerichtet.

      Nikos Beloyannis war weltweit eine Legende für die kommunistische Bewegung und eine Symbolfigur für den Widerstand.

      An historischen Wendepunkten waren häufig Menschen beteiligt, deren eigenes Schicksal dadurch eine bestimmte Richtung nahm, die später jedoch schnell in Vergessenheit gerieten. Das Englische hat für solche Helden, deren Taten nie besungen wurden, den Begriff "Unsung Heroes". Die Reihe schildert 20 solcher Schicksale und stellt die damit verbundenen Ereignisse in einen gesamteuropäischen Zusammenhang. Mit umfangreichem historischem Archivmaterial, aktuellen Aufnahmen an Originalschauplätzen und zahlreichen O-Tönen vermittelt die Reihe bewegte Momente der Geschichte hautnah.

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      17:30 - 18:00 Uhr (30 Min.)
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