• 16.02.2018
      06:10 Uhr
      ARTE Reportage Südafrika: Am Ende des Regenbogens / Australien: Land ohne Arbeiter | arte
       
      • Vor 24 Jahren wählten die Südafrikaner Nelson Mandela zu ihrem Präsidenten – wie steht es heute um die « Regenbogen-Nation »?
      • Im Oktober 2017 schloss die Autofabrik Holden in Adelaide ihre Tore – eine australische Industrie-Ikone. Allmählich stellen sich die Australier die Frage, ob sie bereits das postindustrielle Zeitalter eingeläutet haben ...

      Freitag, 16.02.18
      06:10 - 07:10 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV
      • Vor 24 Jahren wählten die Südafrikaner Nelson Mandela zu ihrem Präsidenten – wie steht es heute um die « Regenbogen-Nation »?
      • Im Oktober 2017 schloss die Autofabrik Holden in Adelaide ihre Tore – eine australische Industrie-Ikone. Allmählich stellen sich die Australier die Frage, ob sie bereits das postindustrielle Zeitalter eingeläutet haben ...

       
      • Südafrika: Am Ende des Regenbogens

      Vor 24 Jahren wählten die Südafrikaner Nelson Mandela zu ihrem Präsidenten – wie steht es heute um die "Regenbogen-Nation"?
      Unsere Reporter trafen Augenzeugen wieder, junge Frauen, die 1985 über die Gewalt gegen schwarze Kinder in den Gefängnissen des weißen Regimes vor der Kamera berichteten. Sie und die Kinder von damals, heute erwachsen, erzählen uns über ihr Leben in den Zeiten der Apartheid – und darüber, wie sie Südafrika heute sehen, nach den Jahren voller Hoffnung unter Nelson Mandela. Es gibt Wunden von damals, die noch immer schmerzen im Südafrika von heute: Der Graben zwischen den reichen Weißen und den noch immer armen Schwarzen scheint sich nur weiter zu vertiefen – hinzu kommen die steigende Arbeitslosigkeit und die Korruptions-Vorwürfe an die heutige Regierung unter Jacob Zuma. Die Wahl von Cyril Ramaphosa, ehemaliger Gewerkschafter und Geschäftsmann, an die Spitze des ANC, der Partei von Nelson Mandela, ist immerhin ein erster Hoffnungsschimmer seit Langem …

      • Australien: Land ohne Arbeiter

      Im Oktober 2017 schloss die Autofabrik Holden in Adelaide ihre Tore – eine australische Industrie-Ikone …
      Fast 70 Jahre lang liefen hier die Autos der Marke Holden vom Band, 1948 war das Gründungsjahr, gefördert vom australischen Staat unter der Obhut von General Motors. Kurz vor Holdens Schließung hatte bereits Toyota seine Fabrik in Australien geschlossen – allmählich stellen sich die Australier die Frage, ob sie bereits das postindustrielle Zeitalter eingeläutet haben: Vor zehn Jahren erwirtschaftete die Industrie-Produktion noch zwölf Prozent des Bruttosozialprodukts des Landes, heute sind es nur noch sechs Prozent. Die Australier nehmen das augenscheinlich gelassen hin. Als Holden seine Tore schloss, protestierten keine Arbeiter in Massen – noch liegt die Arbeitslosenquote in Down Under bei fünf Prozent. Die Holden-Arbeiter werden umgeschult und hoffen auf neue Jobs im Dienstleistungsgewerbe. Alles gut also? Australien scheint derzeit ein Vorreiter zu sein für das, was unseren Gesellschaften in der Europäischen Union noch bevorsteht.

      Aktuelle europäische und internationale politische Themen und Herausforderungen, ergänzt durch historische Erläuterungen und geopolitische Analysen. ARTE Reportage berichtet über die Fakten und die menschlichen Verhältnisse, die sich hinter diesen Fakten verbergen. Durch die Sendung führen abwechselnd Andrea Fies und William Irigoyen, jeden Samstag.

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      Freitag, 16.02.18
      06:10 - 07:10 Uhr (60 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 02.12.2020