• 18.05.2021
      21:50 Uhr
      Achtung Lebensgefahr! LGBT in Tschetschenien | arte
       

      Der investigative Dokumentarfilm begleitet unerschrockene AktivistInnen im Kampf gegen die andauernde Anti-LGBT-Verfolgungswelle in der russischen Teilrepublik Tschetschenien. Durch uneingeschränkte Einblicke berichtet der Dokumentarfilm unter Wahrung der Anonymität der Beteiligten von Grausamkeiten, die medial kaum Beachtung finden. Der Autor und oscarnominierte Regisseur David France traf auf Menschen, die im Alltag mit tödlicher Brutalität konfrontiert sind.

      Dienstag, 18.05.21
      21:50 - 23:35 Uhr (105 Min.)
      105 Min.
      Stereo

      Der investigative Dokumentarfilm begleitet unerschrockene AktivistInnen im Kampf gegen die andauernde Anti-LGBT-Verfolgungswelle in der russischen Teilrepublik Tschetschenien. Durch uneingeschränkte Einblicke berichtet der Dokumentarfilm unter Wahrung der Anonymität der Beteiligten von Grausamkeiten, die medial kaum Beachtung finden. Der Autor und oscarnominierte Regisseur David France traf auf Menschen, die im Alltag mit tödlicher Brutalität konfrontiert sind.

       

      Stab und Besetzung

      Regie David France
      Produktion Public Square Films
      Sonstige Mitwirkung Submarine Entertainment

      Seit 2016 findet unter dem tschetschenischen Staatschef Ramsan Kadyrow eine brutale Kampagne zur "Blutsäuberung" von tschetschenischen LGBT-Personen statt. Es kommt zu staatlich bewilligten Einsätzen, in denen Menschen inhaftiert, gefoltert und hingerichtet werden. Da dieses Vorgehen international kaum verurteilt wird und der Kreml untätig bleibt, ergriff ein breites Untergrundnetzwerk von AktivistInnen die Initiative. Zahlreiche Menschen wurden bereits getötet, noch mehr Personen werden vermisst.

      Schlecht ausgerüstete und unterfinanzierte LGBT-AktivistInnen kämpfen für die Einhaltung der Menschenrechte. Sie bieten eine Notruf-Hotline und ein großes UnterstützerInnennetzwerk, Notunterkünfte, Safe Houses und sicheres Geleit. Sie riskieren ihr Leben, indem sie sich mit Überlebenden treffen und sie über die Grenzposten aus dem Land schleusen.

      Mittels eines offenen Austauschs mit den AktivistInnen - vom Russian LGBT Network bis zum Moscow Community Center for LGBT+ Initiatives - berichtet dieser Dokumentarfilm von Grausamkeiten, die kaum Beachtung finden, und von den Gefahren, darüber zu sprechen.

      In dem Dokumentarfilm kommen hilfesuchende homosexuelle Männer und Frauen zu Wort, die offen ihre Geschichten erzählen. Zur Wahrung der Anonymität derer, die um ihr Leben fürchten und fliehen müssen, verändert France die Stimmen und nutzt Pseudonyme. Außerdem setzt er die neue digitale "Face Double"-Technik ein. So können die Überlebenden ohne Angst vor Repressalien ihre bewegenden und schmerzhaften Geschichten erzählen. Beim Abschluss des Films konnte das LGBT-Netzwerk 151 Menschen helfen, rund 40.000 Menschen leben weiterhin versteckt.

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