• 19.05.2021
      00:50 Uhr
      ARTE Reportage Kolumbien: Lieber Koka ernten als Bananen | arte
       

      Themen:

      • Kolumbien: Lieber Koka ernten als Bananen

      Unruhen in Kolumbien, in den Städten und auf dem Land: Soldaten schießen auf Bauern, die Koka anbauen wollen.

      • Mauretanien: Wüsten-Wacht auf Dromedaren

      Soldaten auf Dromedaren, die "Méharistes", patrouillieren in der Sahel-Wüste, um die Menschen zu beschützen.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 19.05.21
      00:50 - 01:40 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      VPS 00:45

      Themen:

      • Kolumbien: Lieber Koka ernten als Bananen

      Unruhen in Kolumbien, in den Städten und auf dem Land: Soldaten schießen auf Bauern, die Koka anbauen wollen.

      • Mauretanien: Wüsten-Wacht auf Dromedaren

      Soldaten auf Dromedaren, die "Méharistes", patrouillieren in der Sahel-Wüste, um die Menschen zu beschützen.

       
      • Kolumbien: Lieber Koka ernten als Bananen

      Unruhen in Kolumbien, in den Städten und auf dem Land: Soldaten schießen auf Bauern, die Koka anbauen wollen.
      "Für hundert Bananen zahlen sie uns drei Dollar, für ein Kilo Kokapaste 1.000 Dollar, was erwarten sie von uns, dass wir anbauen?" Es gibt nur wenige Alternativen für die Bauern in der entlegenen Dschungelregion Bajo Atrato in Kolumbien. Dort regieren seit 60 Jahren bewaffnete Gruppen, die vom Kokain-Handel leben. Der Staat war hier bis vor kurzem faktisch nicht existent.
      Doch mit den Friedensverhandlungen will der Staat nun auch den Koka-Anbau ausrotten, er schickt Soldaten und Flugzeuge mit Glyphosat. Sie greifen Bauern und Felder an, anstatt die Macht der Kartelle zu brechen oder mit einer neuen Infrastruktur dafür Sorge zu tragen, dass die Bauern etwas anderes anbauen und vermarkten könnten. Vor wenigen Wochen schossen Soldaten auf Bauern, die dagegen protestierten. ARTE-Reportern gelang es, in einem der unzugänglichsten Gebiete Kolumbiens den Überlebenskampf der Bauern dort zu filmen.

      • Mauretanien: Wüsten-Wacht auf Dromedaren

      Soldaten auf Dromedaren, die "Méharistes", patrouillieren in der Sahel-Wüste, um die Menschen zu beschützen.
      Im Kampf gegen den Terrorismus setzt Mauretanien auf eine traditionelle Elite-Truppe, um zu verhindern, dass islamistische Gruppen die Kontrolle über die Dörfer an der Grenze zu Mali übernehmen. Auf Dromedaren reiten in der Regel 20 Soldaten, man nennt sie "Méharistes", durch die Wüste - eine gefährliche Mission in einem Gebiet, das als rote Zone eingestuft ist, für Ausländer nicht zu empfehlen.
      Islamistische Rebellen verschanzen sich in der mauretanischen Wüste entlang der Grenze, sie starten von dort aus regelmäßig Guerilla- und Terroraktionen in Mali und Niger. Mit Dromedaren hat die Armee Mauretaniens einen strategischen Vorteil gegenüber Geländewagen: Sie lärmen nicht wie Jeeps und vor allem wirbeln sie keinen Staub auf, der kilometerweit zu sehen wäre.
      Die Méharistes sollen das Vertrauen der Mauretanier in der Wüste gewinnen: Sie jagen Kriminelle, Terroristen, verarzten die Leute und sie kontrollieren den Bau der von der EU finanzierten Solarenergie-Brunnen. Mauretanien versucht, mit den Méharistes dem vorzubeugen, was in Mali und auch in Niger traurige Realität ist: Dort haben islamistische Gruppen die Abwesenheit des Staates genutzt, um Dörfer zu besetzen und sich dort einzunisten, indem sie Schulen und Krankenstationen finanzieren.

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 19.05.21
      00:50 - 01:40 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      VPS 00:45

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