• 27.04.2021
      00:10 Uhr
      Zuhause Dokumentarfilm Belgien, Frankreich 2019 | arte
       

      Von Tanger nach Brüssel: Nach Jahren der Trennung ist die marokkanische Filmemacherin Karima Saidi wieder mit ihrer Mutter Aïcha vereint, die Mitte der 60er Jahre aus Marokko ausgewandert ist und heute an Alzheimer leidet und im Pflegeheim lebt. Zwischen Schmerz und Verlust, Trauer und Freude: Der behutsam erzählte Dokumentarfilm fördert lange unausgesprochene Gefühle und Erinnerungen zutage und schildert, was die Odyssee einer vom Exil gezeichneten Familie ausmacht.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 27.04.21
      00:10 - 01:40 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo Original mit Untertitel

      Von Tanger nach Brüssel: Nach Jahren der Trennung ist die marokkanische Filmemacherin Karima Saidi wieder mit ihrer Mutter Aïcha vereint, die Mitte der 60er Jahre aus Marokko ausgewandert ist und heute an Alzheimer leidet und im Pflegeheim lebt. Zwischen Schmerz und Verlust, Trauer und Freude: Der behutsam erzählte Dokumentarfilm fördert lange unausgesprochene Gefühle und Erinnerungen zutage und schildert, was die Odyssee einer vom Exil gezeichneten Familie ausmacht.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Karima Saidi

      "Zuhause" gibt einen Einblick in die Familiengeschichte marokkanischer Einwanderer. Nach Jahren der Trennung ist die Filmemacherin Karima Saidi wieder mit ihrer Mutter Aïcha vereint, die an Alzheimer leidet und im Pflegeheim lebt. Das Wiedersehen ruft in beiden Erinnerungen an eine schmerzerfüllte Vergangenheit wach. Karima Saidis Mutter Aïcha verließ Marokko im Jahr 1967 und wanderte nach Belgien aus. Der Dokumentarfilm verfolgt ihren Lebensweg von Tanger aus bis in das neue Zuhause in Brüssel.In den letzten Wochen vor Aïchas Tod begleitet der Dokumentarfilm die Regisseurinbei ihren regelmäßigen Besuchen im Pflegeheim. Er erzählt die Lebensgeschichte einer Frau, deren Entscheidungen mehrmals eine Auswanderung nach sich zogen, teils freiwillig, teils unfreiwillig. Der Dokumentarfilm berichtet auch vom inneren Exil: von Selbstentfremdung und der Abkehr von Verhaltensregeln, die Mutter und Tochter ganz selbstverständlich verinnerlicht hatten, bis sie den Mut aufbrachten, sie zu hinterfragen.Aïchas Erzählungen beantworten die Fragen ihrer Tochter: Wie lebt eine geschiedene Frau in der marokkanischen Gesellschaft der 60er Jahre? Weshalb dürfen Frauen nicht ihre Brüder beerdigen? Ist eine Ehefrau in der Lage, ihren Mann zu heilen? Kann eine Tochter ihre kranke Mutter schützen?Angesichts der vielen geschlechterspezifischen Verbote, die Religion, Familie, Kultur und Geschichte den Frauen auferlegen, stellt sich schließlich die entscheidende Frage: Wie gelangt man an den Punkt, wieder im Einklang mit sich selbst zu sein?Anhand von Familienfotos besinnen sich Aïcha und Karima auf lange Unausgesprochenes: an eine Existenz als "die Emigrantin", "die Geschiedene" oder "die Witwe". Die Gespräche zwischen Mutter und Tochter spiegeln die innere Freiheit zweier mutiger Frauen wider, die mit kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen Tabus gebrochen haben. Die ausdrucksstarke Bild-Ästhetik verleiht dem Dokumentarfilm eine radikal befreiende Dimension.
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 27.04.21
      00:10 - 01:40 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.05.2021