• 16.04.2021
      22:55 Uhr
      Tracks Ernest Pignon Ernest / Phelimuncasi / Art Investigation / John Wilson | arte
       

      (1): Ernest Pignon-Ernest(2): Phelimuncasi(3): Art Investigation(4): John Wilson

      Freitag, 16.04.21
      22:55 - 23:30 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo

      (1): Ernest Pignon-Ernest(2): Phelimuncasi(3): Art Investigation(4): John Wilson

       

      (1): Ernest Pignon-ErnestMit seinen Siebdrucken hat Ernest Pignon-Ernest die Welt der Streetart lange vor dem Banksy-Hype bereichert. Bereits 1966 gab er mit seiner ersten Collage auf dem Plateau d'Albion die Richtung für seine Kunst vor: Das Werk war ein Schwarz-Weiß-Plakat, das die Stationierung französischer Atomsprengköpfe im Département Vaucluse anprangerte. Die Museen für zeitgenössische Kunst hielten den politisch engagierten Künstler gerne auf Abstand, da ihnen sein Stil zu akademisch war. So wurde der aus Nizza stammende Zeichner und Bildhauer zum treuen Mitgestalter des größten Kunstwerks der Welt: der Straße.(2): PhelimuncasiSeit 2012 sorgt das südafrikanische Trio Phelimuncasi für neue Sounds in der Dance Music. In ihrem Township Umlazi, dem größten von Durban, erneuern Malathon und die Zwillinge Makan Naka und Khera das House-Subgenre Gqom. Sie kombinieren den "Taxi-Techno" mit Elementen des Toyi Toyi - einem Zulu-Gesang, der während der Anti-Apartheid-Demos zur Einschüchterung der Sicherheitskräfte diente. Neben ihrem mutierten Dancehall sind Phelimuncasi auch politisch aktiv - auf der Straße und bei Veranstaltungen der panafrikanischen Partei und des African National Congress.(3): Art InvestigationWenn die Realität die Fiktion überholt ... Ein Regisseur und ein Choreograph machen Forschungsgegenstände zum Inhalt ihrer Werke. In den Stücken des belorussischen Choreographen Arkadi Zaides spielen Dokumente die Hauptrolle: Bei ihm übernehmen Artikel von NGOs und Videoarchive die Aufgabe der Tänzer*innen. Der französische Regisseur Mohamed El Khatib wiederum recherchiert umfassend, um die Dinge besser zu verstehen. Vor seinen Werken finden lange Interviews statt, die er dann in seine Aufführungen integriert. Ob mit Museumswärtern, Putzfrauen oder Fans des RC Lens: Er bringt Menschen ins Rampenlicht, die im öffentlichen Leben keine Hauptrolle spielen.(4): John Wilson"Wie man nicht mit dem Rauchen aufhört", "Wie man eine gusseiserne Pfanne reinigt" oder "Wie man mit Reue leben kann": Das sind die mäßig existenziellen Fragen, die John Wilson in seinen Kurzfilmen beantworten möchte. Seit 2010 durchstreift der ehemalige Angestellte einer Privatdetektei New York und folgt den Stadtbewohner*innen für seine Dokuserie "How to with John Wilson". Dieses Jahr startet auf HBO die zweite Staffel der Serie des Big-Apple-Anthropologen, irgendwo zwischen Randgruppen-Tutorials und Reality-Daily-Soap.

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