• 13.04.2021
      18:30 Uhr
      Überleben in Australiens Wildnis (2/4) Wüsten | arte
       

      Australien ist von allen bewohnten Kontinenten der Erde am stärksten von Dürre geplagt: Etwa fünf Millionen Quadratkilometer - also 70 Prozent der Gesamtfläche - sind von Trockengebieten bedeckt. Die Tiere finden kaum Schutz vor der Witterung oder Fressfeinden. So sind Reptilien, Säugetiere und Vögel ganz darauf angewiesen, Physiologie und Verhalten an die Umgebung anzupassen.

      Dienstag, 13.04.21
      18:30 - 19:20 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo

      Australien ist von allen bewohnten Kontinenten der Erde am stärksten von Dürre geplagt: Etwa fünf Millionen Quadratkilometer - also 70 Prozent der Gesamtfläche - sind von Trockengebieten bedeckt. Die Tiere finden kaum Schutz vor der Witterung oder Fressfeinden. So sind Reptilien, Säugetiere und Vögel ganz darauf angewiesen, Physiologie und Verhalten an die Umgebung anzupassen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Rebekka Schafferius

      Der mit dem Komodowaran Südostasiens verwandte Riesenwaran ist die größte Echse Australiens. Alles, was sich bewegt, ist für ihn potenzielle Beute. Besonders die zahlreichen in der Wüste beheimateten Beuteltierarten müssen sich vor dem Reptil in Acht nehmen. Einige von ihnen sind bereits vom Aussterben bedroht. Der Grund: Mehr als zwei Millionen verwilderte Hauskatzen fressen jährlich mehrere Millionen der kleinen Säuger.

      Von allen Kämpfen, die in der Wüste ausgetragen werden, ist der Kampf um Wasser der längste und härteste. Meister auf diesem Gebiet sind die Roten Riesenkängurus. Als Wüstentiere kommen sie mit nur sehr wenig Wasser aus. Den Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs decken sie über pflanzliche Nahrung. So müssen sie ihren Durst lediglich alle zwei Wochen durch Trinken stillen. Doch während der zum Teil mehrjährigen Dürrezeiten trocknen die Wasserlöcher aus und die großen Beuteltiere sind gezwungen, immer weitere Strecken zurückzulegen. Haben sie dann endlich eine Wasserstelle gefunden, ist die Konkurrenz selbst unter Artgenossen so groß, dass es häufig zu Konflikten kommt.

      Die Paarungszeit macht die Reptilien Australiens besonders angriffslustig. Die Tannenzapfenechse ist eine der wenigen monogamen Echsen. Die Beziehung eines Pärchens kann ein Leben lang - sprich bis zu 40 Jahre - halten.

      Bei den flugunfähigen Emus zieht das Männchen die Jungtiere alleine groß. Das Weibchen verlässt direkt nach der Eiablage das Nest und das Männchen übernimmt die zweimonatige Brutzeit. Ein Ei wiegt etwa 500 Gramm - für den Riesenwaran ein willkommenes Fressen. Die ersten 18 Monate nach dem Schlüpfen bleibt der Emu-Nachwuchs nah beim Vater. Der bringt den Kleinen alles bei, was sie zum Überleben in der Wüste brauchen.

      In Australien müssen Tiere permanent ums Überleben kämpfen. Aufgrund der oft extremen Umweltbedingungen stehen alle Tierarten untereinander in Konkurrenz, wenn es um Ernährung und Fortpflanzung geht und darum, nicht Opfer eines Fressfeindes zu werden. Die vierteilige Dokumentationsreihe beobachtet, wie sich die australische Fauna an die sich ständig wandelnden feindlichen Lebensbedingungen auf diesem Kontinent anpasst.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 30.07.2021