• 16.04.2021
      12:15 Uhr
      Re: Kosovo träumt vom Neuanfang Junger Staat mit tiefen Wunden | arte
       

      Mit sechs Bussen sind sie angereist - Kosovo-Albaner, die in Deutschland leben, aber an der Parlamentswahl in ihrer alten Heimat teilnehmen wollen. Einer von ihnen: Osman Maliqi, Architekt in Bielefeld. Er will seinen Einfluss geltend machen, um seinen Landsleuten eine bessere Zukunft im Kosovo zu ermöglichen. Deshalb unterstützt er neben der Wahl auch ein Schulprojekt in seinem Heimatdorf. Auf seiner Reise begegnet er mutigen Landsleuten und leidvollen Schicksalen. Denn auch 20 Jahre nach dem Kosovo-Krieg ist der kleine Balkanstaat von tiefen Wunden geprägt.

      Freitag, 16.04.21
      12:15 - 12:50 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Mit sechs Bussen sind sie angereist - Kosovo-Albaner, die in Deutschland leben, aber an der Parlamentswahl in ihrer alten Heimat teilnehmen wollen. Einer von ihnen: Osman Maliqi, Architekt in Bielefeld. Er will seinen Einfluss geltend machen, um seinen Landsleuten eine bessere Zukunft im Kosovo zu ermöglichen. Deshalb unterstützt er neben der Wahl auch ein Schulprojekt in seinem Heimatdorf. Auf seiner Reise begegnet er mutigen Landsleuten und leidvollen Schicksalen. Denn auch 20 Jahre nach dem Kosovo-Krieg ist der kleine Balkanstaat von tiefen Wunden geprägt.

       

      Mit sechs Bussen sind sie angereist, Kosovo-Albaner aus dem deutschen Exil. Sie wollen in ihrer Heimat an der Parlamentswahl teilnehmen. Die meisten haben sich in Deutschland eine Existenz aufgebaut, fühlen sich aber dem Kosovo tief verbunden. Einer von ihnen: Osman Maliqi. Als Kind floh er mit seinen Eltern vor dem Krieg aus dem Kosovo. Heute ist er Architekt in Bielefeld. Viele seiner Familienangehörigen leben aber noch in dem kleinen Balkanstaat, wo die Massaker des Krieges und die politischen Morde in der Zeit danach tiefe Wunden hinterlassen haben. Korruption und Misswirtschaft bestimmen das Leben in dem armen Land. Diaspora-Kosovaren wie Osman Maliqi versuchen ihren Einfluss geltend zu machen, damit es den Menschen im Kosovo endlich bessergeht. In diesem Jahr, so hofft er, könnte die Parlamentswahl einen Neuanfang für das Land herbeiführen. Genau diesen hat sich die junge Partei "Vetevendosje" auf ihre Fahnen geschrieben. Saranda Bogujevci ist eine ihrer populärsten Vertreterinnen. Das Schicksal der Künstlerin steht für das Leiden des Landes: Im März 1999 hat sie als 13-Jährige ein von Serben verübtes Massaker überlebt, bei dem fast ihre ganze Familie umgebracht wurde. Wie durch ein Wunder blieb sie am Leben, mit 16 Kugeln im Leib. Sie ging ins Ausland, kehrte aber wieder in ihre Heimat zurück. Seitdem wirkt sie als Politikerin aktiv an der Reformierung ihres Landes mit.Die Präsenz der Diaspora-Kosovaren vermittelt ein klein wenig Hoffnung, doch auch sie haben kein Allheilmittel für die vielen Probleme des Landes.

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