• 05.04.2021
      03:25 Uhr
      Magische Gärten Der Garten des Verweilens | arte
       

      Der Garten des Verweilens befindet sich in Suzhou, einer Stadt im Osten Chinas. Er ist ein Beispiel für die klassische chinesische Gartenbaukunst, die sich insbesondere in einer Faszination für Steine äußert. Der Garten gehört zum Weltkulturerbe und darf nicht verändert werden. Deshalb wirkt es auch so, als sei die Zeit hier stehengeblieben.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 05.04.21
      03:25 - 03:53 Uhr (28 Min.)
      28 Min.
      Stereo DGS TV

      Der Garten des Verweilens befindet sich in Suzhou, einer Stadt im Osten Chinas. Er ist ein Beispiel für die klassische chinesische Gartenbaukunst, die sich insbesondere in einer Faszination für Steine äußert. Der Garten gehört zum Weltkulturerbe und darf nicht verändert werden. Deshalb wirkt es auch so, als sei die Zeit hier stehengeblieben.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Emmanuel Descombes

      Die Wasserstraßen, die sich durch die ostchinesische Stadt Suzhou ziehen, wurden bereits im 4. Jahrhundert angelegt. Dank der vielen Kanäle entstanden zahlreiche Gärten, von denen heute allerdings nur wenige erhalten sind. Zu ihnen zählt der Garten des Verweilens, der auch unter dem Namen Liu-Garten bekannt ist. Er wurde Ende des 16. Jahrhunderts von dem Mandarin Xu Taishi geschaffen und durch nachfolgende Besitzer, wie den namensstiftenden Liu Shu, erweitert.

      Ein Besuch im Garten des Verweilens beginnt mit einem sogenannten Ritual der Annäherung - einem Weg, der jedem Besucher auferlegt wird, denn nur so gelangt man in den Garten: Man durchquert einen 50 Meter langen Wandelgang, der im Zickzack-Kurs durch Licht und Dunkelheit führt. Das steigert die Spannung auf das, was danach kommt.

      Der Liu-Garten ist rund um den berühmtesten Monolithen von Suzhou angelegt und zeichnet sich durch eine künstliche Bergwelt aus Kalksteinen, Pflanzen und Teichen aus. Er bewahrt das Erbe all seiner Besitzer, einschließlich ihrer Begeisterung für Steine. Im traditionellen chinesischen Denken ist ein Stein nicht einfach nur ein physischer Gegenstand. Er symbolisiert einen Berg in einer Landschaft und stellt damit Harmonie und Nähe zur Natur her. Diese Tradition besteht bereits seit Tausenden von Jahren.

      Zum Namen des Gartens ist eine erstaunliche Geschichte überliefert: Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Suzhou durch einen Bauernaufstand verwüstet. Wie durch ein Wunder blieb der Garten unversehrt und erhielt deshalb den Beinamen "bleibender Garten". Durch eine Bedeutungsverschiebung wurde daraus "der Garten, in dem man bleibt" oder "verweilt".

      Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier führt durch die schönsten Gärten der Welt. Die Dokumentationsreihe lädt dazu ein, die Kunst des Gartenbaus zu entdecken - und die Menschen kennenzulernen, die diese Gärten pflegen, erforschen und gestalten.

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