• 04.04.2021
      18:25 Uhr
      Zu Tisch Slowenien | arte
       

      Die Region Prekmurje im Nordosten Sloweniens ist die Kornkammer des Landes. Neben gängigen Getreidesorten wird hier besonders viel Buchweizen angebaut. Die bitteren, dunklen Körner sind nicht nur häufig die Hauptzutat in landesüblichen Brei- und Eintopfgerichten, sondern auch eng verbunden mit Bräuchen und Festen. Danijela und Bostjan Gjergjek bauen ökologischen Buchweizen an und kochen damit viele traditionelle Gerichte.

      Sonntag, 04.04.21
      18:25 - 18:55 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Die Region Prekmurje im Nordosten Sloweniens ist die Kornkammer des Landes. Neben gängigen Getreidesorten wird hier besonders viel Buchweizen angebaut. Die bitteren, dunklen Körner sind nicht nur häufig die Hauptzutat in landesüblichen Brei- und Eintopfgerichten, sondern auch eng verbunden mit Bräuchen und Festen. Danijela und Bostjan Gjergjek bauen ökologischen Buchweizen an und kochen damit viele traditionelle Gerichte.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Mirjana Momirovic

      An der äußersten Nordostspitze Slowenien, angrenzend zu Österreich, Ungarn und Kroatien, liegt das sogenannte Übermurgebiet. Prekmurje, wie die Region in slowenischer Sprache heißt, ist benannt nach dem Fluss Mur, der entlang der Grenze zu Österreich verläuft. Zahlreiche Flüsse, Bäche und Thermalquellen machen das sanfte Hügelland zu einer der fruchtbarsten Regionen Sloweniens.

      Prekmurje ist auch für seinen aromatischen Buchweizen bekannt. Buchweizen, auf Slowenisch "ajda", ist so eng mit slowenischen Traditionen verbunden, dass er in Gedichten, Sagen und Liedern erwähnt wird und sogar Frauen den Vornamen Ajda tragen. In Osteuropa gehört Buchweizen seit Jahrhunderten zu den Grundnahrungsmitteln. Im Westen dagegen ist er erst seit einigen Jahren wieder populär.

      Anders als der Name vermuten lässt, ist Buchweizen kein Getreide und hat nichts mit Weizen zu tun. Verwandt ist er hingegen mit Sauerampfer und Rhabarber. Diese nahrhafte und vitaminreiche Pflanze stammt ursprünglich aus dem östlichen Zentralasien und gelangte durch die Wanderungen der Mongolen im 14. Jahrhundert nach Europa. In der slowenischen Küche wird Buchweizen in all seinen Formen verarbeitet: als Korn oder als Mehl.

      Danijela und Bostjan Gjergjek bauen ökologischen Buchweizen an und benutzen ihn auch selbst sehr viel in der Küche. Zum Frühstück gibt es oft Smorn, eine Art Pfannkuchen aus Buchweizenmehl. Mit gekochten Buchweizenkörnern reichern sie Salate und Suppen an oder nutzen sie statt Reis für diverse Risottos.

      "Zu Tisch" reist in verschiedene Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart.

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