• 07.03.2021
      06:45 Uhr
      Carmen, Violetta, Mimi, romantisch und fatal Frankreich 2017 | arte
       

      Drei Heldinnen, die erst die Literatur und später die Musik des 19. Jahrhunderts revolutioniert haben und die Oper in die Zeit der Moderne katapultierten: Carmen, Violetta und Mimὶ gehören heute zu den bekanntesten Rollen des Opernrepertoires. Von Paris bis Tokio, von Berlin bis New York - das tragische Schicksal der jungen Frauen berührt Zuschauer weltweit. Anhand von reichem Archivmaterial begibt sich die Dokumentation auf die Suche nach den realen Vorbildern für diese drei Figuren. Wer sind diese Frauen? Und warum gelten sie bis heute als die Verkörperung des Weiblichen schlechthin?

      Sonntag, 07.03.21
      06:45 - 07:35 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo

      Drei Heldinnen, die erst die Literatur und später die Musik des 19. Jahrhunderts revolutioniert haben und die Oper in die Zeit der Moderne katapultierten: Carmen, Violetta und Mimὶ gehören heute zu den bekanntesten Rollen des Opernrepertoires. Von Paris bis Tokio, von Berlin bis New York - das tragische Schicksal der jungen Frauen berührt Zuschauer weltweit. Anhand von reichem Archivmaterial begibt sich die Dokumentation auf die Suche nach den realen Vorbildern für diese drei Figuren. Wer sind diese Frauen? Und warum gelten sie bis heute als die Verkörperung des Weiblichen schlechthin?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Cyril Leuthy

      Carmen, Violetta und Mimὶ sind die Heldinnen der drei meistaufgeführten romantischen Opern der Welt: "Carmen", "La Traviata" und "La Bohème". Alle drei sind Modelle der Emanzipation: Carmen - die Schöne und Begehrte, die ihren unbändigen Drang nach Freiheit mit dem Leben bezahlt; Violetta - die umschwärmte Kurtisane aus "La Traviata", die sich aus Liebe opfert, eine Art "weltliche Heilige"; und schließlich die liebliche und bedauernswerte Mimì, die einfache Stickerin aus "La Bohème", die schon in jungen Jahren von der Schwindsucht hinweggerafft wird.

      Wie nahmen diese literarischen Figuren Form an? Wurden sie Frauen nachempfunden, die tatsächlich lebten? Anhand eines gelungenen Zusammenschnitts von Archivmaterial, musikalisch untermalt mit weltberühmten Arien, begibt sich die Dokumentation auf die Suche nach den realen Vorbildern für diese Opernheldinnen.

      Die Spur führt ins Paris des mittleren 19. Jahrhunderts, als die Schriftsteller Alexandre Dumas Fils, Prosper Mérimée und Henry Murger neue schillernde Romanfiguren schufen. Den Stoff für ihre Prosa schöpfen die Autoren aus dem eigenen Leben. Drei große Komponisten - Giuseppe Verdi, Georges Bizet und Giacomo Puccini - arbeiteten die Psychologie dieser Figuren für ihre Opernwerke schließlich noch weiter heraus, bis daraus die berühmten Frauenfiguren entstanden, die bis heute das Ewig-Weibliche verkörpern.

      Wer sich auf ihre Spur begibt, dem erschließt sich das gesamte 19. Jahrhundert mit seiner Mode, Literatur und Musik vor dem Hintergrund der Entstehung des Bürgertums im Nachgang an die Industrielle Revolution.

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