• 05.03.2021
      06:05 Uhr
      ARTE Reportage Myanmar: Der Mut des ganzen Volkes / Burkina Faso: Die Milizen diktieren das Gesetz | arte
       

      Themen:

      • Myanmar: Der Mut des ganzen Volkes

      In jeder größeren Stadt protestieren die Menschen gegen die Armee, weil sie ihnen die Demokratie stehlen will.

      • Burkina Faso: Die Milizen diktieren das Gesetz

      In einem Drittel des Landes spielen Milizen die Rolle von Polizei und Armee, eine fragwürdige "Bürgerwehr".

      Freitag, 05.03.21
      06:05 - 07:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Myanmar: Der Mut des ganzen Volkes

      In jeder größeren Stadt protestieren die Menschen gegen die Armee, weil sie ihnen die Demokratie stehlen will.

      • Burkina Faso: Die Milizen diktieren das Gesetz

      In einem Drittel des Landes spielen Milizen die Rolle von Polizei und Armee, eine fragwürdige "Bürgerwehr".

       
      • Myanmar: Der Mut des ganzen Volkes

      Vor vier Wochen, am 1. Februar, wurden in Myanmar, dem früheren Burma, die Regierungschefin Aung San Suu Kyi und der Präsident Win Myint verhaftet. Die Armee rief den Ausnahmezustand aus, und jetzt regiert ihr Oberbefehlshaber Min Aung Hlaing das Land. Seitdem gehen in allen größeren Städten die Bürger auf die Straße, um gegen den Putsch zu protestieren zu Fuß und auf Motorrädern. Sie veranstalten Konzerte, üben sich in passivem Widerstand und streiken - die Opposition scheint täglich zu wachsen. Doch auch die Armee schlägt immer heftiger zurück, sie schoss bereits auf friedliche Demonstranten.
      Régis Michel lebte lange Zeit in Myanmar, er steht in Kontakt zu einigen seiner Verwandten, die ihm von ihrem Kampf berichten. Unter ihnen ist Soe Myint, der Direktor des privaten Fernsehsenders Mizzima TV. Er hat Sendeverbot seit dem Putsch, doch sie berichten weiter, im Internet. Trotz aller Drohungen habe Mizzima TV immer wieder seine Unterstützung für die Demokratie bewiesen und täglich die Gewalt der Armee angeprangert, schreibt Reporter ohne Grenzen.

      • Burkina Faso: Die Milizen diktieren das Gesetz

      In fünf Jahren töteten dschihadistische Terroristen in Burkina Faso 1.600 Menschen, 1 Million Bürger wurden von ihnen vertrieben. Angesichts dieser wachsenden Bedrohung fehlt es dem zunehmend geschwächten Staat an Leuten und an Geld, die Terroristen zu bekämpfen. In einem Drittel des Landes sind Polizei und Armee faktisch abwesend. In einigen Regionen übernehmen deshalb bewaffnete Milizen ihre Rollen. Eine der größten ist die sogenannte Koglweogo mit 20.000 bis 40.000 Mitgliedern, erkennbar an ihren braunen Uniformen.
      Ursprünglich war es das Ziel dieser Milizen, für "Ordnung und Gerechtigkeit" zu sorgen, in der Rolle der Polizei, um die Bürger vor Kriminellen zu schützen. Also verhaften sie Ladendiebe, Viehdiebe und Einbrecher. Für Schuldspruch und Vollstreckung sorgen sie gleich selbst, in aller Öffentlichkeit, auf dem Dorfplatz, mit Stockschlägen oder Peitschenhieben. Die meisten Bürger geben an, die Milizionäre zu verehren - doch manche beschweren sich, hinter vorgehaltener Hand, über ihre brutale Willkür.

      Aktuelle europäische und internationale politische Themen und Herausforderungen, ergänzt durch historische Erläuterungen und geopolitische Analysen: "ARTE Reportage" berichtet über die Fakten und die menschlichen Verhältnisse, die sich hinter diesen Fakten verbergen.

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      Freitag, 05.03.21
      06:05 - 07:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 11.05.2021