• 06.03.2021
      17:15 Uhr
      ARTE Reportage Schweden: Strömstad leidet an der Pandemie / Japan: Das Telefon ins Jenseits | arte
       

      Themen:

      • Schweden: Strömstad leidet an der Pandemie
      • Japan: Das Telefon ins Jenseits

      Bei Fukushima telefonieren Angehörige mit ihren Toten im Jenseits - mit dem sogenannten "Telefon des Windes"

      Samstag, 06.03.21
      17:15 - 18:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Schweden: Strömstad leidet an der Pandemie
      • Japan: Das Telefon ins Jenseits

      Bei Fukushima telefonieren Angehörige mit ihren Toten im Jenseits - mit dem sogenannten "Telefon des Windes"

       
      • Schweden: Strömstad leidet an der Pandemie

      Als Norwegens Nachbar leidet das schwedische Strömstad schwer an der geschlossenen Grenze wegen der Pandemie.
      Schwedens Strategie in der Corona-Krise weckte Bewunderung, Respekt und Skepsis, als Gegenbeispiel zu allen Maßnahmen im Rest der Welt. Kein Hausarrest, keine Ausgangssperre, fast kein Maskenzwang - zunächst jedenfalls, ehe das skandinavische Land dann nach und nach doch restriktivere Maßnahmen eingeführt hat. Die Marke von 12.000 Toten wurde dort im Februar überschritten, bei einer Gesamtbevölkerung von 10,3 Millionen. Kein Vorbild für die Nachbarländer im Norden mehr: Weniger als 600 Todesfälle in Norwegen bis Mitte Februar und knapp über 700 in Finnland - damit ist Schweden das Schlusslicht unter den nordischen Ländern.
      ARTE-Reporter fuhren nach Strömstad, im Westen Schwedens, an der Grenze zu Norwegen, das bereits seit dem März 2020 unter den Folgen der Pandemie leidet. Das ganze Jahr 2020 hindurch blieb die Grenze mehr oder weniger durchlässig, aber seit Januar 2021 ist sie beinahe hermetisch geschlossen. Infolgedessen sind die Einnahmen aus dem Tourismus und dem grenzüberschreitenden Handel - den beiden Schlüsselsektoren der lokalen Wirtschaft - um 80 % zurückgegangen, die Arbeitslosigkeit steigt stark an. Strömstad in der Krise.

      • Japan: Das Telefon ins Jenseits

      Bei Fukushima telefonieren Angehörige mit ihren Toten im Jenseits - mit dem sogenannten "Telefon des Windes"
      Es ist eine ganz normale Telefonzelle, aber ohne irdischen Anschluss an ein Netzwerk, die Leute nennen sie das "Telefon des Windes". In der Präfektur Iwate, 2011 vom Tsunami verwüstet, hatte ein alter Mann die Idee, sie in seinem Garten in Otsuchi aufzustellen. Sie ist für jedermann zugänglich und zieht bis heute Besucher aus ganz Japan an. Sie "telefonieren" dort mit ihren Lieben im Jenseits, einige weinen, andere schweigen nur, überwältigt vom Schmerz. Viele Familien haben ihre Angehörigen, die der Tsunami mitriss, noch immer nicht gefunden.
      In Japan gilt es als pietätlos, Gefühle wie Trauer oder Schwäche in der Öffentlichkeit zu zeigen - und so bietet das "Telefon des Windes" den Überlebenden eine Gelegenheit zu trauern, durch den Kontakt in ein imaginäres Jenseits, in dem ihre Lieben hoffentlich von allen irdischen Lasten befreit sind. Nicht weit davon steht nun auch die neue Anti-Tsunami-Mauer, eine gigantische Betonbarriere, die die japanische Nordküste vor den Gewalten des Meeres schützen soll.

      Aktuelle europäische und internationale politische Themen und Herausforderungen, ergänzt durch historische Erläuterungen und geopolitische Analysen: "ARTE Reportage" berichtet über die Fakten und die menschlichen Verhältnisse, die sich hinter diesen Fakten verbergen.

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      Samstag, 06.03.21
      17:15 - 18:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.05.2021