• 15.02.2021
      19:40 Uhr
      Re: Spanien rückt nach rechts Die Pandemie und die politische Krise | arte
       

      Schon im Frühjahr wütete das Coronavirus in Spanien heftiger als anderswo in Europa. Trotzdem trifft auch die zweite Welle das Land weitgehend unvorbereitet. Die Wut der Bürger auf die Linksregierung ist groß. Die politische Rechte nutzt den Frust der Bürger aus und wächst deutlich in den Umfragen.

      Montag, 15.02.21
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Schon im Frühjahr wütete das Coronavirus in Spanien heftiger als anderswo in Europa. Trotzdem trifft auch die zweite Welle das Land weitgehend unvorbereitet. Die Wut der Bürger auf die Linksregierung ist groß. Die politische Rechte nutzt den Frust der Bürger aus und wächst deutlich in den Umfragen.

       

      Angaben des IWF zu Folge wird die spanische Wirtschaft in diesem Jahr um 12,8% schrumpfen. Besonders hoch ist das Minus beim Tourismus. Das trifft auch Granada in Andalusien hart. Abhängig von den Touristen sind in der Stadt mit der Alhambra unzählige Bereiche: Restaurants, Hotels, Taxifahrer, Stadtführer, der Einzelhandel und die Kultur. Und natürlich Stierkampf und Flamenco. Die traditionellen "Cuevas gitanas", den traditionellen Höhlen, wo seit Jahrzehnten die bei Touristen beliebten Flamenco-Shows stattfinden, sind hart betroffen vom Ausbleiben der ausländischen Gäste.

      Auch der Stierkampf und die Stierzucht, ein Wirtschaftszweig, der im Durchschnitt 4,5 Milliarden Euro im Jahr einspielt, mussten harte Einbußen hinnehmen. Im März wurden jegliche Stierkämpfe für vier Monate untersagt. Die Wut der Branche und vieler Andalusier, deren Existenz bedroht ist, wächst. Es ist vor allem die rechtsextreme Partei VOX, die von dieser Wut profitiert. Laut einer Umfrage vom Spanish Institute (DYM), würde VOX bei Wahlen von 13,7% auf knapp 20% steigen. Besonders stark ist die Partei in Andalusien.

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