• 21.03.2023
      23:10 Uhr
      In den Ruinen von Mossul - Don’t Come Back Italien/Frankreich/Spanien 2021 | arte
       

      Von der Hoffnung zur Ernüchterung: „Don't Come Back“ folgt einer Gruppe von irakischen Journalisten, die zwischen 2018 und 2022 den ersten unabhängigen Radiosender ihrer Heimat gründen. Ihre Initiative soll zum Wiederaufbau ihres Landes nach dem Sieg der Anti-IS-Koalition beitragen - nach dem letzten Konflikt in einer Region, die seit 1980 von Krieg und Spaltung betroffen ist.

      Dienstag, 21.03.23
      23:10 - 00:05 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Von der Hoffnung zur Ernüchterung: „Don't Come Back“ folgt einer Gruppe von irakischen Journalisten, die zwischen 2018 und 2022 den ersten unabhängigen Radiosender ihrer Heimat gründen. Ihre Initiative soll zum Wiederaufbau ihres Landes nach dem Sieg der Anti-IS-Koalition beitragen - nach dem letzten Konflikt in einer Region, die seit 1980 von Krieg und Spaltung betroffen ist.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Chiara Avesani
      Matteo Delbò

      Juli 2017: Mossul ist befreit und liegt in Ruinen. Ghaader, ein junger Journalist, der nach der Machtübernahme Mossuls durch den IS nach Brüssel geflohen war, lässt eine vielversprechende Zukunft in Europa hinter sich. Er kehrt in seine Heimatstadt zurück, um gemeinsam mit einigen Freunden „Radio One FM“ zu gründen. Ihr Sender ist unabhängig von religiösen, ideologischen und politischen Einflüssen und soll zu Dialog und friedlicher Koexistenz in einem zerrissenen Land beitragen.

      Die ersten beiden Jahre sind für die ehrenamtlichen Radiogründer eine Zeit der Utopien. „Radio One“ gewinnt durch die journalistische Berichterstattung über die Schwierigkeiten des Landes ein landesweites Publikum. Doch ohne externe Finanzierungen und Werbeeinnahmen gerät der Sender in wirtschaftliche Not. Gleichzeitig geraten die Journalisten ins Visier von Milizen, welche von politischen Clans kontrolliert werden. Diese streiten sich um die Herrschaft im Irak und bekämpfen jeden Widerstand brutal.

      Der Irak wurde nach dem Zweiten Golfkrieg nicht wiederaufgebaut. Die Ergebnisse sind Korruption, Machtkämpfe und Einflussnahme aus dem Ausland, vor allem dem Iran. Die Menschen haben kaum genug für das Nötigste und das Land steht vor einem Bürgerkrieg. Schließlich besiegelt die Rezession das Ende von „Radio One“. Ghaader sieht sich gezwungen, den Sender an einen anonymen Investor zu verkaufen.

      Die Geschichte von „Radio One“ handelt auch von der Desillusionierung der irakischen Bevölkerung: 20 Jahre nach dem Krieg 2003 und dem damit verbundenen Demokratieversprechen müssen die Menschen mit ansehen, wie ihr Land erneut in Chaos zu versinken droht.

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