• 06.07.2022
      22:50 Uhr
      Die Lust am Vorspiel Frankreich 2019 | arte
       

      Im Zeitalter von Smartphones und sozialen Netzwerken hat das „Vorspiel“ den ersten Kuss als Initiationsritus ersetzt. Schon Sechstklässler machen oft erste Erfahrungen mit Berührungen und Liebkosungen aller Art. Um dem Liebesleben der Generation Z auf die Spur zu kommen, werden in diesem Film Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von Zwölf bis 23 Jahren gebeten, ihre persönlichen Erfahrungen zu teilen. Sie berichten unter anderem von Gruppenzwang, dem Bedürfnis nach Anerkennung und der Angst vor Ausgrenzung, oder davor „nicht gut genug“ zu sein.

      Mittwoch, 06.07.22
      22:50 - 23:45 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Im Zeitalter von Smartphones und sozialen Netzwerken hat das „Vorspiel“ den ersten Kuss als Initiationsritus ersetzt. Schon Sechstklässler machen oft erste Erfahrungen mit Berührungen und Liebkosungen aller Art. Um dem Liebesleben der Generation Z auf die Spur zu kommen, werden in diesem Film Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von Zwölf bis 23 Jahren gebeten, ihre persönlichen Erfahrungen zu teilen. Sie berichten unter anderem von Gruppenzwang, dem Bedürfnis nach Anerkennung und der Angst vor Ausgrenzung, oder davor „nicht gut genug“ zu sein.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Julie Talon

      Sie sind mit Instagram, TikTok und Co. aufgewachsen, „fummeln, fingern, blasen und Masturbation“ ist für sie „nur Vorspiel“ - Kinderkram. Obwohl das frühzeitige sexuelle Experimentieren kein neuartiges Phänomen ist, findet es heutzutage häufig in einem von Gruppenzwang und Gewalt geprägten Kontext statt.

      In der Dokumentation kommen ausschließlich Zwölf bis 23-Jährige zu Wort: Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe, die gerade ihre eigene Sexualität entdecken, sowie junge Erwachsene im Alter von 18 bis 23, die ihre ersten sexuellen Erfahrungen bereits vor einigen Jahren gemacht haben.

      Die Jüngsten haben es besonders schwer: Sie sind noch Kinder, die innerhalb der starren sozialen Hierarchien der Schulen mit ihrem Schubladendenken gefangen sind: „Opfer, Streber, Schwuli, Klassenschwarm“.
      Die Älteren können mit etwas mehr Distanz auf die sexuellen Erfahrungen während ihrer Schulzeit zurückblicken und Lehren daraus ziehen. Sie berichten unter anderem von Gruppenzwang, dem Bedürfnis nach Anerkennung und der Angst vor Ausgrenzung, oder davor „nicht gut genug“ zu sein, wenn man sich weigert, bestimmte sexuelle Praktiken auszuprobieren. Unsere Gesellschaft vermittelt ihnen, dass sie über immer mehr Freiheiten verfügen und warnt sie nicht vor der Schwierigkeit, Nein zu sagen.

      Die Jugendlichen, die aus ganz Frankreich und den unterschiedlichsten sozialen Milieus stammen, vertrauen sich mit viel Feingefühl der Kamera an und regen die ZuschauerInnen zum Nachdenken an - sowohl über die Generation Z, als auch über sich selbst und die eigene Sexualität. Zu ihrem Schutz wurden nur ihre Stimmen aufgezeichnet und animierte Bilder verwendet.

      Schwerpunkt: MenschenLeben
      Menschliche Grundbedürfnisse und gesellschaftliche Verwerfungen stehen im Mittelpunkt unseres 18-teiligen Kaleidoskops. Zeigen, was wirklich in unserer Gesellschaft geschieht und dabei auch positive Lösungen porträtieren, das möchte unsere Reihe "MenschenLeben" von Italien über Frankreich, Belgien, Nordirland bis nach Deutschland. Sex, Gesundheit, ökonomischer und politischer Druck, Bildung und Familie sowie das Netz stehen im Mittelpunkt. Und immer geht es um die eine entscheidende Frage, was die Würde des Menschen ausmacht. 13 Filmemacherinnen und sieben Filmemacher geben darauf ihre ganz eigene Antwort in unserem Schwerpunkt.

      Noch immer ist unser Leben von der Pandemie gekennzeichnet und der Krieg in der Ukraine bestimmt das aktuelle Geschehen. Doch auch darüber hinaus befindet sich die Gesellschaft in ständigem Wandel. Jeder von uns wird mit Themen und Ereignissen konfrontiert, die unseren Alltag prägen. Ein Grund für ARTE sich auch individuellen Geschichten und intimen Themen zuzuwenden, die unsere Gesellschaft bewegen.
      Die Doku-Reihe "MenschenLeben" erzählt unverblümt von Menschen, die sich großen Herausforderungen der Gegenwart stellen, Grenzen überschreiten, Probleme bewältigen. Die Filme thematisieren die Sexualität von Jugendlichen („Die Lust am Vorspiel“) oder porträtieren Menschen, die ein Leben ohne Sex führen („No Sex“). Zudem geht es um Sterbehilfe und das Recht auf den selbstbestimmten Tod („Letzte Worte“).

      Außerdem: Was bedeutet es Haushaltshilfe zu sein und trotz niedrigem Lohn die Verantwortung zu übernehmen, kranke alte Menschen zuhause zu pflegen? Damit befasst sich der Film "Haushaltshilfe - Kein Job wie jeder andere".
      In einer Schule in Belfast wiederum greift der Direktor auf Platos Philosophie zurück, um der Gewalt die Stirn zu bieten, und ist dabei sehr erfolgreich "Die kleinen Schüler von Plato". "Spuren und Wunden der NSU-Morde" erzählt nach den Enthüllungen der NSU-Morde an acht Menschen mit türkischen Wurzeln nicht nur von einer Tragödie für die betroffenen türkischen Familien, sondern auch für eine ganze Generation türkischer Migranten in Deutschland, die Deutschland als ihre Heimat sehen.

      Halimata, 38 Jahre alt, geboren in Frankreich, wurde mit fünf Jahren beschnitten. Ein Dokumentarfilm schildert, wie die junge Frau zur "Kämpferin gegen Beschneidung" geworden ist. In "Was wird aus meinem erwachsenen Kind?" geht es um ein ganz besonderes Heim in Frankreich, in dem zunehmend betagte Eltern gemeinsam mit ihren erwachsenen Kindern mit Behinderungen leben. Auf diese Weise können die Eltern sicher sein, dass ihre Kinder auch nach ihrem Tod weiterhin gut betreut werden.

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      Mittwoch, 06.07.22
      22:50 - 23:45 Uhr (55 Min.)
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