• 26.05.2022
      00:35 Uhr
      Israel als Besatzungsmacht - Soldaten erzählen (2/2) Frankreich 2020 | arte
       

      Der sogenannte Sechstagekrieg begann am 5. Juni 1967 mit einem Präventivschlag Israels gegen Basen der ägyptischen Luftwaffe. Er endete am 10. Juni 1967 mit der Besetzung des Gazastreifens und der Sinai-Halbinsel Ägyptens, des Westjordanlandes und Ostjerusalems Jordaniens und der Golanhöhen Syriens. Seither ist Israel Besatzungsmacht. Generationen von Soldatinnen und Soldaten der IDF, der israelischen Armee, tun ihren Dienst an Kontrollpunkten, räumen Häuser und Straßenzüge in den besetzten Gebieten, schützen israelische Siedler und bekämpfen palästinensische Terroristen.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 26.05.22
      00:35 - 01:30 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Der sogenannte Sechstagekrieg begann am 5. Juni 1967 mit einem Präventivschlag Israels gegen Basen der ägyptischen Luftwaffe. Er endete am 10. Juni 1967 mit der Besetzung des Gazastreifens und der Sinai-Halbinsel Ägyptens, des Westjordanlandes und Ostjerusalems Jordaniens und der Golanhöhen Syriens. Seither ist Israel Besatzungsmacht. Generationen von Soldatinnen und Soldaten der IDF, der israelischen Armee, tun ihren Dienst an Kontrollpunkten, räumen Häuser und Straßenzüge in den besetzten Gebieten, schützen israelische Siedler und bekämpfen palästinensische Terroristen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Avi Mograbi

      Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Besetzung"? Was bedeutet es, in einem besetzten Gebiet zu leben? Mit welchen Methoden und Maßnahmen agiert eine Besatzungsmacht? Die Feststellung "Die Besetzung des Westjordanlandes und des Gazastreifens durch Israel dauert bereits seit 52 Jahren an" sagt außer der Zeitangabe nichts darüber aus, was diese Okkupation bedeutet. Greifbar wird sie erst mit dem konkreten Vorgehen der Besatzer sowie mit den alltäglichen Folgen für die in einem besetzten Gebiet lebenden Menschen.

      Bei den israelisch besetzten Gebieten ist es wie mit einer vielköpfigen Schlange: Jeder Kopf steht für einen "tapferen Jungen", der in den besetzten Gebieten seinen Militärdienst ableistet, dort seinen Auftrag erfüllt und die Befehle in der festen Überzeugung ausführt, damit einen Beitrag zur Sicherheit des Staates Israel zu leisten. Erst die Gesamtheit des Handelns all dieser "tapferen Jungen" macht die Besetzung konkret. Fast alle jüdischen Bürger Israels dienen in der Armee und wirken direkt oder indirekt an der Besetzung des Westjordanlandes und des Gazastreifens mit. Eine Generation nach der anderen macht die schmutzige Arbeit, lernt die Methoden und gibt sie an die nächste Generation weiter, damit auch sie das Getriebe der militärischen Besetzung weiter ölen kann. Einige dieser "Köpfe" berichten im Film ausführlich über die täglichen Routinemaßnahmen der Besatzer. Getrennt betrachtet ist keine dieser Maßnahmen so bedeutsam, dass sie allein über Fortdauer oder Ende der Okkupation entscheiden könnte. Doch zusammengenommen machen sie das Wesen der Besetzung aus.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 26.05.22
      00:35 - 01:30 Uhr (55 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 10.08.2022