• 25.01.2022
      05:00 Uhr
      Venedig zwischen weltlicher & religiöser Hingabe Musik aus dem 17. Jahrhundert | arte
       

      Les Cris de Paris ist ein Pariser Ensemble unter Geoffroy Jourdain gehört zu jenen jungen Klangkörpern, die Alte Musik vom Staub der Jahrhunderte befreien und sie in der Gegenwart wiederaufleben lassen.
      Die 16 Sänger und sieben Instrumentalisten lassen im Pariser Théâtre des Bouffes du Nord das Venedig der Barockzeit neu aufblühen. Mit Werken von Monteverdi, Legrenzi, Lotti, Marini und Merula betonen sie den Kontrastreichtum dieser Stadt, in der Meer und Festland, Orient und Okzident aufeinandertreffen.

      Dienstag, 25.01.22
      05:00 - 06:25 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Original mit Untertitel Stereo

      Les Cris de Paris ist ein Pariser Ensemble unter Geoffroy Jourdain gehört zu jenen jungen Klangkörpern, die Alte Musik vom Staub der Jahrhunderte befreien und sie in der Gegenwart wiederaufleben lassen.
      Die 16 Sänger und sieben Instrumentalisten lassen im Pariser Théâtre des Bouffes du Nord das Venedig der Barockzeit neu aufblühen. Mit Werken von Monteverdi, Legrenzi, Lotti, Marini und Merula betonen sie den Kontrastreichtum dieser Stadt, in der Meer und Festland, Orient und Okzident aufeinandertreffen.

       

      Seit 1998 durchforstet das Pariser Ensemble Les Cris de Paris unter seinem Gründer und Leiter Geoffroy Jourdain die Musikgeschichte von Claudio Monteverdi bis Richard Wagner. Im Pariser Théâtre des Bouffes du Nord präsentiert das Ensemble venezianische Musik aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Auf dem Programm stehen Werke von Komponisten, die in Venedig gelebt und gewirkt haben. In einem choreographisch durchkomponierten Konzert, in dem die Musikstücke ineinander übergehen, singt und spielen Les Cris de Paris Musik, die in den Kirchen und Palazzi der Lagunenstadt erklang und sie zu einer Hochburg der Barockmusik machten.

      Venedig liegt nicht mehr ganz auf dem Festland, aber auch noch nicht im Meer. Die Stadt gehört noch zum Okzident, zählt aber fast schon zum Orient. Venedigs geistliche Musik hat theatrale Züge und die weltliche Musik folgt spirituellen Impulsen. Das Ensemble Les Cris de Paris führt durch das vielseitige Terrain und lässt wichtige Werke der venezianischen Barockmusik neu aufblühen.

      Allen voran kommt Claudio Monteverdi zu Wort, der Älteste und Berühmteste des Reigens. Sein Werk markiert den Übergang von der Renaissance zum Barock. Er wurde 1567 in Cremona geboren und wirkte zwei Jahrzehnte in Mantua, wo er den „Orfeo“ schrieb, die erste erhaltene Oper der Musikgeschichte. 30 Jahre verbrachte Monteverdi in Venedig, dort starb er auch 1643.

      Der jüngste Komponist ist Antonio Caldara, er vertritt den venezianischen Spätbarock. 1670 erblickte er in Venedig das Licht der Welt und erhielt hier seine musikalische Ausbildung. Wie Monteverdi wirkte er auch in Mantua und in Rom, verließ jedoch 1716 endgültig Italien und ging nach Wien, wo er als Hofkapellmeister und Opernkomponist am Hof von Kaiser Karl VI. sehr erfolgreich wurde.

      Das Programm:

      • Tarquino Merula: „Hor ch'è tempo di dormire“
      • Claudio Monteverdi: „Crucifixus a 4“, „Chi vol che m'innamori“ (Ritornello), „L'Orfeo“ (Sinfonia), „Ballo delle ingrate“ (Entrata)
      • Giovanni Legrenzi: „Dialogo delle due Marie - Quam amarum est Maria“
      • Antonio Lotti: „Crucifixus a 6“, „Crucifixus a 8“, „Cucifixus a 10", „La vita caduca (In una siepe ombrosa)“
      • Biagio Marini: „Passacaglia“
      • Antonio Caldara: „Crucifixus a 16“
      • Claudio Monteverdi: „Beatus vir“ - Selva morale e spirituale

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