• 02.12.2021
      03:05 Uhr
      Äquator - Die Linie des Lebens (1/12) Deutschland/Kanada 2018 | arte
       

      Am Mittag der Tagundnachtgleiche im März steht am Äquator die Sonne im Zenit. Ihre Strahlen treffen dann senkrecht auf die Erde; alle Schatten verschwinden. Das wird an vielen Orten entlang des Null-Breitengrads gefeiert. Doch auf den rund 32.000 Kilometern, an denen der Äquator im Meer liegt, droht auch Unheil.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 02.12.21
      03:05 - 03:50 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Am Mittag der Tagundnachtgleiche im März steht am Äquator die Sonne im Zenit. Ihre Strahlen treffen dann senkrecht auf die Erde; alle Schatten verschwinden. Das wird an vielen Orten entlang des Null-Breitengrads gefeiert. Doch auf den rund 32.000 Kilometern, an denen der Äquator im Meer liegt, droht auch Unheil.

       

      Der kleine Pazifik-Atoll Abaiang gehört zum Inselstaat Kiribati in unmittelbarer Äquatornähe und liegt mitten im Stillen Ozean an der Datumsgrenze. Dort züchtet der Agrar-Experte Kaboua John Kokospalmen-Setzlinge für die Gemeinschaft. Er sagt, Kiribati sei ein Paradies. Allerdings ist es bedroht. In den vergangenen 25 Jahren stieg der Meeresspiegel stetig an.

      Den Inseln von Kiribati, die nur wenige Meter aus dem Meer ragen, droht die Überflutung. Die Bewohner der ehemals britischen Inseln leben vorwiegend in Selbstversorgung und erwirtschaften ihren Lebensunterhalt mit traditionellen Methoden. Das Wissen der Altvorderen schützt leider nicht vor den Folgen des Klimawandels.

      Ecuador wurde nach seiner Lage am Äquator benannt. Dort kämpft die indigene Andenbäuerin Magdalena Fueres darum, altes Wissen zu bewahren. Jedes Jahr zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche nimmt sie an der Prozession zum Fest Mushuk Nina teil. Es bedeutet "neues Feuer" und feiert die Leben spendende Vereinigung von Sonne und Erde.

      Bereits vor der Zeit der Inkas wussten indigene Völker um die Besonderheit ihrer geografischen Lage. Daran erinnert der ecuadorianische Geograf Cristóbal Cobo mit dem Monument einer riesigen Sonnenuhr. Besucher lernen unter anderem, wie genau der Stand der Sonne die Jahreszeiten entstehen lässt. "Ich reise gern, weil ich dabei lerne", sagt der Fotograf Babak Tafreshi, der auf São Tomé und Príncipe unterwegs ist. Er möchte das Verschwinden der Schatten zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche im Bild festhalten. Doch gerade im März sorgt die starke Sonneneinstrahlung für Wolken und Gewitter.

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