• 02.12.2021
      19:40 Uhr
      Re: Diagnose unbekannt Leben mit einer seltenen Erkrankung | arte
       

      Rund 8.000 seltene Krankheiten existieren weltweit. Insgesamt leiden über 30 Millionen Patienten in Europa unter einer solchen Erkrankung. Doch sie werden nur wenig erforscht. Die möglichen Profite für Pharmaunternehmen sind zu gering, um die Entwicklung von entsprechenden Medikamenten zu finanzieren. Für die Patienten bedeutet das: mit ihrer Krankheit leben lernen.

      Donnerstag, 02.12.21
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Rund 8.000 seltene Krankheiten existieren weltweit. Insgesamt leiden über 30 Millionen Patienten in Europa unter einer solchen Erkrankung. Doch sie werden nur wenig erforscht. Die möglichen Profite für Pharmaunternehmen sind zu gering, um die Entwicklung von entsprechenden Medikamenten zu finanzieren. Für die Patienten bedeutet das: mit ihrer Krankheit leben lernen.

       

      Gioia di Biagio lebt in einem kleinen, toskanischen Dorf außerhalb von Florenz. Sie ist eine „Frau aus Porzellan“. Was nach einer romantischen Traumfigur klingt, hat einen traurigen Hintergrund. Gioia leidet seit ihrer Geburt unter dem Ehlers-Danlos-Syndrom. Eine seltene, genetisch bedingte Bindegewebsstörung, die sich durch eine Überdehnbarkeit der Haut und überbewegliche Gelenke auszeichnet.

      Der Alltag steckt für Gioia voller kleiner und großer Hürden. Ihre Hände sind zu kraftlos, um eine Wasserflasche zu öffnen und ein Stolpern beim Treppen steigen kann die Einweisung in die Notaufnahme bedeuten. Die Ärzte sind hilflos. EDS ist bisher unheilbar. Doch Gioia di Biagio transformiert ihre Schwachpunkte in Stärke. Gemeinsam mit ihrer Schwester Ilaria arbeitet sie an einem Fotoprojekt, um auf das Ehlers-Danlos-Syndrom aufmerksam zu machen, denn durch die fehlende Bekanntheit der Krankheit werden auch heute noch viele Patienten fehldiagnostiziert.

      Den falschen Umgang mit einer seltenen Krankheit hat auch die Berlinerin Nadine Großmann erlebt. Nadine wurde als Jugendliche mit Fibrodysplasia Ossificans Progressiva, kurz FOP, diagnostiziert. Eine seltene genetische Krankheit, die Muskeln sowie Bindegewebe verknöchern lässt. Obwohl die Krankheit im Jugendalter bei Nadine richtig erkannt wurde, operierten sie die Ärzte drei Mal. Vergeblich - denn der genetische Defekt führte dazu, dass die entfernten Knochen binnen kürzester Zeit wieder nachwuchsen. Grund genug für die studierte Biochemikerin, die Erforschung von FOP selbst in die Hand zu nehmen.

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      Donnerstag, 02.12.21
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