• 30.11.2021
      18:30 Uhr
      Kielings wilde Welt (5/5) Die Überlebenskünstler | arte
       

      Wie funktioniert Überleben in extremen Landschaften? Andreas Kieling zeigt die ungewöhnlichen Strategien seltener Tiere. Auch diesmal sind die Expeditionsziele des Tierfilmers sehr unterschiedlich, meist entlegene Orte, fast menschenleer und wild: der Ozean vor Neuseeland, Transkarpatien, das Hoanibtal in Namibia, heiße Quellen in Japan und der Kerkini-See im Norden Griechenlands. Internationale Wissenschaftler lassen ihn an ihren Projekten teilhaben und ermöglichen ihm exklusiven Zugang zu bestimmten Orten und Arten.

      Dienstag, 30.11.21
      18:30 - 19:20 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Wie funktioniert Überleben in extremen Landschaften? Andreas Kieling zeigt die ungewöhnlichen Strategien seltener Tiere. Auch diesmal sind die Expeditionsziele des Tierfilmers sehr unterschiedlich, meist entlegene Orte, fast menschenleer und wild: der Ozean vor Neuseeland, Transkarpatien, das Hoanibtal in Namibia, heiße Quellen in Japan und der Kerkini-See im Norden Griechenlands. Internationale Wissenschaftler lassen ihn an ihren Projekten teilhaben und ermöglichen ihm exklusiven Zugang zu bestimmten Orten und Arten.

       

      Im Norden Neuseelands trifft Andreas Jochen Zaeschmar. Der gebürtige Ostfriese lebt dort auf einem Segelboot und erforscht Kleine Schwertwale. Niemand auf der Welt weiß mehr über die Kleinen Schwertwale als der deutsche Meeresbiologe. Die geheimnisvollen Bewohner der Tiefsee tauchen meistens nur zur Hochsaison in den Gewässern Neuseelands auf. Wer sie dort sichtet, findet sie oft in Begleitung von Großen Tümmlern. Durch seine jahrelangen Beobachtungen hat Jochen Zaeschmar herausgefunden, dass die beiden Arten gern in engen sozialen Gemeinschaften schwimmen.

      Vom Wasserparadies Neuseelands geht es in ein Tal in der ältesten Wüste der Erde. Im Trockenflusstal des Hoanib trifft Andreas Kieling auf eine Familie der letzten 600 Wüstenelefanten Namibias. Auch diesmal kommt der Tierfilmer ungewöhnlich nah an die Elefanten heran. So gelingt es, sie dabei zu beobachten, wie und wo sie bei Temperaturen von durchschnittlich 40 Grad Celsius Wasser finden oder auf alternative Weise Flüssigkeit zu sich nehmen, ohne tatsächlich einen einzigen Tropfen zu trinken. Alle vier Tage allerdings muss auch ein Wüstenelefant an ein "richtiges" Wasserloch. An einer dieser Oasen wird Andreas Kieling Zeuge eines Kampfes zweier rivalisierender Elefantenbullen.

      Im Dreiländereck Mazedonien - Bulgarien - Griechenland filmt Andreas Kieling sehr seltene Pelikane mit eigenartigen Frisuren. Im Naturparadies Kerkini-See lebt eine kleine Population der Krauskopfpelikane. Sie sind die größten unter den Pelikanen, und viele Ornithologen behaupten, sie seien auch die schönsten. Früher gab es den Krauskopfpelikan überall auf der Nordhalbkugel. Heute sind nur noch wenige Populationen übrig, vor allem in ehemaligen Ländern der Sowjetunion und der Türkei. Bei allerschönstem Sonnenschein gelingen atemberaubende Zeitlupenaufnahmen der imposanten Vögel. Die Zuschauer erfahren auch, warum es dem seltenen Pelikan ausgerechnet an einem Stausee in Nordgriechenland so gut gefällt.

      In Japan besucht Andreas Kieling stark behaarte Nutzer eines Freiluft-Spas. Bei minus 25 Grad Celsius ist das Baden in heißen Quellen die liebste Freizeitbeschäftigung der Schneeaffen. Und: Was die können, kann ein verfrorener Tierfilmer schon lange.

      Das letztes Reiseziel dürfte den meisten Europäern völlig unbekannt sein: Transkarpatien, früher auch Huzulei genannt, im westlichsten Zipfel der Ukraine. Eine geheimnisvolle Region in außergewöhnlicher Lage. Transkarpatien blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Allein im 20. Jahrhundert änderte sich die Staatszugehörigkeit sechs Mal. Viele Bewohner haben die Region nie verlassen, sind aber in Österreich geboren, in der Tschechoslowakei zur Schule gegangen, haben in Ungarn ihre Kinder geboren, in der Sowjetunion gearbeitet und verbringen in der Ukraine ihren Lebensabend. Diese besondere Grenzlage hat sich auch auf die Waldnutzung ausgewirkt. Bis heute hat hier uraltes Naturerbe überlebt: Hier besucht Andreas Kieling die letzten Fichten- und Buchen-Urwälder des europäischen Kontinents.

      Hochwertige 3D-Grafiken visualisieren Bestandsentwicklungen einiger gefährdeter Arten. Highspeed-Aufnahmen, Zeitraffer, Bilder einer Nestkamera, NASA-Bilder aus dem Weltraum und Luftaufnahmen lassen den Zuschauer staunen.

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