• 04.12.2021
      10:45 Uhr
      Geschichte schreiben Indienne-Stoffe: Konsum im Zeitalter der Aufklärung | arte
       

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      Samstag, 04.12.21
      10:45 - 11:05 Uhr (20 Min.)
      20 Min.
      Stereo

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      Stab und Besetzung

      Regie Tamara Erde

      Die sogenannten Indienne-Stoffe sind Baumwollstoffe, die in bunten Farben und Mustern bemalt oder bedruckt sind. Wie der Name schon sagt, stammen sie ursprünglich aus Indien, wobei sich ihr Trend im 18. Jahrhundert bis nach Europa ausbreitete. Dort standen sie hoch im Kurs - sowohl als Kleiderstoff in bürgerlichen Kreisen als auch als Bezüge für verschiedene Möbel.

      Mit der Kunst- und Wissenschaftshistorikerin Noémi Etienne als Gast wird heutigen Folge von "Geschichte schreiben" gezeigt, wie die Indiennes ihren Weg nach Europa fanden. Der Handel mit den Stoffen fand schon damals auf globaler Ebene statt und leistete so einen entscheidenden Beitrag zur Globalisierung der heutigen Zeit. Da sie zunächst vordergründig in Asien produziert wurden, um dann nach Europa importiert zu werden, gelten die Indienne-Stoffe als erster Schritt in Richtung der sogenannten Fast Fashion, wie wir sie derzeit kennen.
      Die französische YouTuberin Manon Bril schlägt an dieser Stelle die Brücke zwischen der Geschichte und dem digitalen Zeitalter der Gegenwart. "Indienne-Stoffe - Konsum im Zeitalter der Aufklärung" veranschaulicht die Geschichte der Indienne-Stoffe und setzt diese in den Kontext mit der heutigen Fast-Fashion-Industrie.

      "Geschichte schreiben" ist ein von Historikern und Historikerinnen moderiertes Geschichtsmagazin. Im Mittelpunkt der von dem französischen Mittelalter- und Renaissancespezialisten Patrick Boucheron präsentierten Sendung steht die Frage: Was hat uns Geschichte heute zu sagen?

      Jede Woche stellt ein Gast einen Gegenstand und seine Geschichte vor. Dabei kann alles geschichtsträchtig sein: seriengefertigte Objekte, Einzelstücke, Kultgegenstände, Werkstoffe oder Schriftdokumente. Die verwendeten Archivaufnahmen werden in kreative grafische Animationen eingebettet und pädagogisch aufbereitet. In einer regelmäßigen Kolumne schlägt die französische YouTuberin Manon Bril die Brücke zwischen Geschichte und Digitalzeitalter.

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