• 27.11.2021
      17:25 Uhr
      ARTE Reportage Im Tretboot von Calais nach Dover / Mexiko: Indigene gegen Windparks | arte
       

      Themen:

      • Im Tretboot von Calais nach Dover - Lieber auf dem Ärmelkanal ertrinken als in Calais bleiben - immer mehr Migranten wagen die illegale Überfahrt.
      • Mexiko: Indigene gegen Windparks - Die Einheimischen auf dem Isthmus von Tehuantepec protestieren gegen neue Windparks multinationaler Konzerne.

      Samstag, 27.11.21
      17:25 - 18:20 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Im Tretboot von Calais nach Dover - Lieber auf dem Ärmelkanal ertrinken als in Calais bleiben - immer mehr Migranten wagen die illegale Überfahrt.
      • Mexiko: Indigene gegen Windparks - Die Einheimischen auf dem Isthmus von Tehuantepec protestieren gegen neue Windparks multinationaler Konzerne.

       
      • Im Tretboot von Calais nach Dover

      Lieber auf dem Ärmelkanal ertrinken als in Calais bleiben - immer mehr Migranten wagen die illegale Überfahrt.
      Alex aus dem Iran und Sultan aus dem Sudan kennen sich nicht, aber sie haben einen gemeinsamen Traum: Sie wollen raus aus Calais in Frankreich und über den Ärmelkanal nach England übersetzen, um dort Asyl zu finden. Sie nehmen sich ein Beispiel an den angeblich 1.500 Migranten, die es allein im August dieses Jahres geschafft haben sollen, mit Schlauchbooten den Ärmelkanal zu überqueren. Seit die Kontrollen am Tunnel radikal verschärft wurden, ist die Fahrt übers Wasser der neue illegale Weg ins Hoffnungsland England. Für die kriminellen Menschenschmuggler ist das ein glänzendes Geschäft.
      Alex hat ein paar tausend Euro gespart und sucht einen Schlepper, der ihn mit einem Schlauchboot rüberbringt. Sultan hat kein Geld, er versucht es mit ein paar anderen, mit einem gestohlenen Tretboot. ARTE-Reporter haben die beiden über längere Zeit begleitet.

      • Mexiko: Indigene gegen Windparks

      Die Einheimischen auf dem Isthmus von Tehuantepec protestieren gegen neue Windparks multinationaler Konzerne.
      Der Isthmus von Tehuantepec im Süden Mexikos ist eine der windreichsten Regionen der Welt. Deshalb wurde diese Landenge zwischen dem Golf von Mexiko und dem Pazifik zu einem neuen Eldorado großer europäischer und multinationaler Stromkonzerne. Allein der französische Stromriese EDF besitzt dort drei Parks mit mehreren hundert Windrädern, und er versucht, im Dorf Union Hidalgo einen vierten Park zu bauen.
      Doch die lokalen Gemeinden wehren sich dagegen: Die Zapoteca, ein indigenes Volk im Oaxaca-Tal, kritisieren die in ihren Augen nur angeblich grüne Energie, die einhergehe mit Landraub, Lärm, Umweltverschmutzung und der Tatsache, dass die Gewinne daraus nicht allen zugute kämen. Die Budgets beim Bau der Windparks sind hoch, sie ziehen mafiöse Gruppen an, mit gefährlichen Nebenwirkungen: Seit 2018 sollen zehn Menschen bei Konflikten im Zusammenhang mit Windkraftanlagen ums Leben gekommen sein.
      Der Kampf der Bauern gegen den französischen Stromriesen EDF könnte Erfolg haben, denn in Frankreich wurde 2017 ein Gesetz über die Sorgfaltspflicht verabschiedet, das zum ersten Mal die extraterritorialen Aktivitäten großer Unternehmen regelt und sie dazu verpflichtet, die besonderen Rechte indigener Völker zu respektieren.

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      Samstag, 27.11.21
      17:25 - 18:20 Uhr (55 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 01.07.2022