• 25.11.2021
      21:05 Uhr
      Mit dem Zug entlang ... Der Côte Bleue | arte
       

      Herrliche Sandstrände, lauschige Felsbuchten und glasklare Flüsschen: Ein Abschnitt der Mittelmeerküste, der als kleine Schwester der Côte d’Azur bezeichnet wird, die Côte Bleue. Wer 50 Kilometer vor Marseille in Miramas in den „Train de la Côte Bleue“ steigt, kann eine der schönsten Panoramastrecken Südfrankreichs vom Zug aus bereisen. Die naturbelassene Landschaft entlang dieses Küstenabschnitts ist einzigartig.

      Donnerstag, 25.11.21
      21:05 - 22:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Herrliche Sandstrände, lauschige Felsbuchten und glasklare Flüsschen: Ein Abschnitt der Mittelmeerküste, der als kleine Schwester der Côte d’Azur bezeichnet wird, die Côte Bleue. Wer 50 Kilometer vor Marseille in Miramas in den „Train de la Côte Bleue“ steigt, kann eine der schönsten Panoramastrecken Südfrankreichs vom Zug aus bereisen. Die naturbelassene Landschaft entlang dieses Küstenabschnitts ist einzigartig.

       

      Der schnellste Weg mit der Bahn von Paris an die Côte d'Azur geht über Lyon und Marseille. Wer Zeit hat, steigt 50 Kilometer vor Marseille in Miramas um - in den "Train de la Côte Bleue". Der Zug fährt auf einer herrlichen Panoramastrecke Südfrankreichs, 60 Kilometer meist entlang der Mittelmeerküste mit wundervollen Sandstränden, Felsbuchten und glasklaren Flüsschen. Auch ist die Côte Bleue nicht so überlaufen wie ihre große Schwester Côte d'Azur.

      Die Reise geht vom Eisenbahnerstädtchen Miramas in Richtung Süden und über eine einmalige Eisenbahnbrücke, die den Canal de Caronte überspannt. Bei Bedarf öffnet sich einmal am Tag die Drehbrücke, damit große Frachtschiffe den Kanal passieren können. Danach beginnt der wohl landschaftlich schönste Abschnitt der "Ligne de la Côte Bleue".

      Die nächste Station heißt Carry-le-Rouet. Einst ein abgelegenes Fischernest, war der Ort nach dem Bau der Bahnlinie ab 1915 gut an Marseille angebunden. Heute gilt Carry-le-Rouet als wichtigster Badeort der Côte Bleue. Schon der französische Schauspieler und Sänger Fernandel war von Carry-le-Rouet so angetan, dass er sich hier nach dem Zweiten Weltkrieg eine Villa über dem Hafen bauen ließ.

      Weiter führt die Reise über das Viaduc de Méjean. Direkt darunter im Restaurant "Le Mange-Tout" gibt es leckere "Friture", kleine Fische, die am Stück gegessen werden.

      In Niolon gibt es Tauchkurse der UCPA, einer Vereinigung für Sport im Freien. Ihr Ziel ist, dass auch junge Menschen mit kleinem Geldbeutel den Tauchsport lernen und soziale Kontakte herstellen können. Die Schönheit unter Wasser ist an der Côte Bleue unvergleichlich.

      Danach stellt der Film das ehemalige Künstlerdorf L'Estaque mit seinen ineinander verschachtelten Häuschen vor. Der Ort wurde von Georges Braque, Paul Cézanne, Raoul Dufy und vielen anderen Künstlern besucht und hat sie inspiriert. Braques Gemälde "Häuser in L'Estaque" (1908) brachte erstmals den Begriff "Kubismus" hervor.

      Im Bahnhof Marseille Saint-Charles steigen jährlich knapp 20 Millionen Menschen ein und aus, und man sollte Marseille wirklich mit der Bahn besuchen. Schon 1931 schrieben Klaus und Erika Mann in ihrem "Buch von der Riviera" über Marseille: "Die Einfahrt mit dem Wagen trägt einen leicht katastrophalen Charakter ... Wenn es sich trifft, dass Sie zwischen fünf und sieben Uhr abends ankommen, ist es besonders teuflisch." Die blaue Stunde an der Côte Bleue war eben schon damals sehr beliebt. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

      ARTE lädt nicht nur Eisenbahn-Fans auf eine spektakuläre Reise um die Welt ein. Im Mittelpunkt der Reihe stehen einzigartige Bahnstrecken, Loks und Eisenbahnen in den unterschiedlichsten Regionen der Erde. Die Dokumentationen werfen stets auch einen interessanten Blick auf Land und Leute entlang der Strecke.

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      Donnerstag, 25.11.21
      21:05 - 22:00 Uhr (55 Min.)
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