• 11.02.2021
      11:45 Uhr
      Hüter der Erde Hirten in Kirgistans Himmelsgebirge | arte
       

      Das Hochgebirgsland von Kirgistan in Zentralasien: Im westlichen Tian Shan, im sogenannten Himmelsgebirge, weicht der Winter gerade dem Frühling. Es ist Anfang Juni. Die kirgisischen Hirten treiben ihre Herden hoch in die Berge auf die weiten Sommerweiden, auf fast 2.500 Meter Höhe. Die Tiere sollen sich bis September hier stärken. Die Hirten ziehen ihren Herden hinterher und bauen ihre Jurten auf den Bergweiden auf, in denen sie die nächsten drei Monate mit der ganzen Familie leben werden. Es ist die Zeit der großen Herdenwanderung.

      Donnerstag, 11.02.21
      11:45 - 12:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Das Hochgebirgsland von Kirgistan in Zentralasien: Im westlichen Tian Shan, im sogenannten Himmelsgebirge, weicht der Winter gerade dem Frühling. Es ist Anfang Juni. Die kirgisischen Hirten treiben ihre Herden hoch in die Berge auf die weiten Sommerweiden, auf fast 2.500 Meter Höhe. Die Tiere sollen sich bis September hier stärken. Die Hirten ziehen ihren Herden hinterher und bauen ihre Jurten auf den Bergweiden auf, in denen sie die nächsten drei Monate mit der ganzen Familie leben werden. Es ist die Zeit der großen Herdenwanderung.

       

      Der Hirte Bakyt Zhyrgalbaev zieht mit seinen Tierherden auf die Sommerweise ins Himmelsgebirge. Auf etwa 2.500 Meter Höhe müssen die Schafe, Ziegen und Kühe der Familie getrieben werden. Keine leichte Aufgabe, denn selbst Anfang Juni ist das Wetter unberechenbar. Kälte und Regen machen dem Hirten und seinen Helfern den Auftrieb der Tiere auf den Berg nicht leicht. Oben angekommen baut die Großfamilie ihre traditionelle Jurte auf, in der sie drei Monate lang gemeinsam leben wird.

      So wie die Familie von Bakyt verbringt auch die Hirtenfamilie Turdakunov den Sommer in den Bergen. Die Familie kann heute gut von ihren Tieren leben. Neben einer Herde Schafe und Ziegen, ein paar Kühen und 20 Pferden besitzen sie auch noch eine riesige Herde Yaks, an die 700 Stück. Die Hochlandrinder verbringen auch den Winter oben in den Bergen.

      Hirten in Kirgistan leben ein autarkes Leben, sie produzieren Milch, Butter, Joghurt und schlachten die Tiere für Fleisch. Auf dem Viehmarkt verkaufen sie Tiere für ein Einkommen. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit im Land wollen immer mehr Menschen Hirten werden, um ihre Existenz zu sichern. Doch die Kapazitäten der Weidegründe sind begrenzt. Durch Überweidung regenerieren sich die Wiesen in den Bergen nicht mehr. Die Tiere finden keine Nahrung. Doch auch der Klimawandel stellt ein großes Problem für die Weidewirtschaft dar. Im Tian-Shan-Gebirge ist der Klimawandel noch extremer zu spüren als anderswo. Die Sommer werden immer trockener und die Gletscher schmelzen in Rekordgeschwindigkeit. Früher gab es in diesen Regionen im Winter enorme Schneemassen. Das ist heute anders: Der Bestand gesunden Weidelandes ist gefährdet. Doch man hat das Problem erkannt.

      Seit 2009 gibt es in Kirgistan ein spezielles Weidegesetz, um Grasland zu schonen. Das Land ist damit Vorreiter für den gesamten zentralasiatischen Raum. Organisationen wie CAMP Alatoo stehen in ständigem Austausch mit den Hirten und arbeiten gemeinsam an einem modernen Weidemanagement.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.06.2021