• 26.01.2021
      05:00 Uhr
      Concerto per l'Italia Riccardo Chailly, Maxim Vengerov | arte
       

      Für das alljährliche Freiluftkonzert des Orchesters der Mailänder Scala konnte wieder ein Solist von Weltklasse engagiert werden: Maxim Vengerov. Der russische Teufelsgeiger spielt das Konzert von Mendelssohn Bartholdy. Ein Sommernachtskonzert, aus sanitären Gründen in diesem Jahr im September, vor der imposanten Fassade des Doms.

      Dienstag, 26.01.21
      05:00 - 06:05 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo

      Für das alljährliche Freiluftkonzert des Orchesters der Mailänder Scala konnte wieder ein Solist von Weltklasse engagiert werden: Maxim Vengerov. Der russische Teufelsgeiger spielt das Konzert von Mendelssohn Bartholdy. Ein Sommernachtskonzert, aus sanitären Gründen in diesem Jahr im September, vor der imposanten Fassade des Doms.

       

      Maxim Vengerov ist der diesjährige Gaststar beim Freiluftkonzert, welches das Orchester der Mailänder Scala alljährlich auf dem Domplatz für die Bewohner der Stadt aufführt. Er interpretiert das Violinkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy. Es dirigiert Riccardo Chailly, der musikalische Leiter der Mailänder Scala.

      Das Violinkonzert e-Moll op. 64 ist das einzige aus Mendelssohns Feder. Es entstand um 1840 herum. Der damalige Gewandhauskapellmeister zu Leipzig brauchte mehrere Jahre, um es fertigzustellen. Gewidmet ist es einem Freund, dem Violinisten Ferdinand David, der es auch unter Mendelssohns Leitung 1845 in Leipzig zur Uraufführung brachte.

      Maxim Vengerov hat das Werk schon mehrmals auf CD eingespielt, unter anderem unter Kurt Masur.
      Der aus Nowosibirsk stammende Geigenvirtuose Maxim Vengerov ist einer der wichtigsten Vertreter der russischen Schule und hat bei dem legendären Zakhar Bron studiert. Bis 2007 galt er als der beste Geiger der Welt. Nach einer Verletzung am rechten Arm brauchte er mehrere Jahre, um wieder zu seiner alten Form zurückzukehren. In dieser Zeit konnte er sich auch einen Namen als Dirigent machen.
      Das "Concerto per Milano" ist eine Institution der lombardischen Hauptstadt. Es wird jedes Jahr im Juni auf dem Platz vor dem Mailänder Dom aufgeführt, und der Eintritt ist frei. Mehrere Tausend Menschen verfolgen in der Regel das Konzert. In diesem Jahr ist natürlich leider alles anders. Aus aktuellen Gründen wurde das Konzert in den September verschoben und die strengen sanitären Abstandsregeln verbieten ein großes Publikum.

      Die Mailänder Scala wurde unter Kaiserin Maria Theresia erbaut und 1778 eröffnet. Es ist eines der traditionsreichsten Opernhäuser der Welt und viele der großen italienischen Opern wurden hier uraufgeführt, "Nabucco", "Otello" oder "Falstaff" von Giuseppe Verdi, "Madama Butterfly" und "Turandot" von Giacomo Puccini sowie Vincenzo Bellinis "Norma" mit Giuditta Pasta in der Titelrolle.

      Der Mailänder Dom liegt praktisch nur einen Steinwurf von der Scala entfernt. Die Musiker durchqueren die klassizistische Galleria Vittorio Emmanuele II von 1867, eine der schönsten Einkaufspassagen Italiens, um auf den Domplatz zu gelangen. Mit seiner imposanten Fassade im gotischen und neugotischen Stil, ganz aus weißem Marmor, liefert der Dom eine ideale Kulisse für ein Sommernachtskonzert. 500 Jahre dauerte der Bau, 1386 wurde damit begonnen und erst im 19. Jahrhundert konnte er unter Napoleon fertiggestellt werden. Er ist neben dem Petersdom in Rom eine der größten Kathedralen Italiens.

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