• 18.01.2021
      11:20 Uhr
      Die Rettung der Korallen Kanada/Frankreich 2019 | arte
       

      In 30 Jahren hat sich die Zahl der Korallen weltweit halbiert. Dafür verantwortlich: der Klimawandel. Es häufen sich die Fälle von Korallenbleiche. Nur ein halbes Grad ist dabei entscheidend. Bei einer Erwärmung 1,5 Grad werden 70 bis 90 Prozent der Riffe verschwinden, bei zwei Grad 100 Prozent. Doch es gibt Hoffnung: Einige "Superkorallen" überleben auch in wärmerem Wasser. An Korallenriffen im Südpazifik und vor Florida, Hawaii und Australien untersuchen Forscher die Eigenschaften dieser Überlebenskünstler. Was zeichnet diese Exemplare aus? Und wie können sie helfen, die Korallenriffe der Erde zu retten?

      Montag, 18.01.21
      11:20 - 12:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      In 30 Jahren hat sich die Zahl der Korallen weltweit halbiert. Dafür verantwortlich: der Klimawandel. Es häufen sich die Fälle von Korallenbleiche. Nur ein halbes Grad ist dabei entscheidend. Bei einer Erwärmung 1,5 Grad werden 70 bis 90 Prozent der Riffe verschwinden, bei zwei Grad 100 Prozent. Doch es gibt Hoffnung: Einige "Superkorallen" überleben auch in wärmerem Wasser. An Korallenriffen im Südpazifik und vor Florida, Hawaii und Australien untersuchen Forscher die Eigenschaften dieser Überlebenskünstler. Was zeichnet diese Exemplare aus? Und wie können sie helfen, die Korallenriffe der Erde zu retten?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Su Rynard

      Sie werden auch als "Regenwälder der Meere" bezeichnet, denn ihre Artenvielfalt ist enorm: Korallenriffe. Sie beherbergen ein Viertel allen Lebens im Meer. Ihre Bedeutung für die Meereswelt und für den Menschen ist immens. Doch die bunten tropischen Unterwasserlandschaften sind in Gefahr. Das wohl wichtigste Ökosystem der Welt stirbt.

      Forscher melden immer wieder weltweite Korallenbleichen. Hierbei handelt es sich um das Absterben der Riffe. Korallen sind winzige Tiere. In ihrem Inneren leben Mikroalgen. Sie dienen den Korallen als Nahrungslieferanten und geben den Riffen ihre beeindruckende Farbpracht. Die Korallen und die Mikroalgen leben in einer perfekten Symbiose. Doch wegen der stetig ansteigenden Wassertemperaturen der Meere im Zuge des Klimawandels stoßen Korallen ihre Symbionten ab. Die Zweckgemeinschaft zwischen Koralle und Alge bricht auseinander, die Korallen bleichen und sterben. Die Veränderungen schreiten schnell voran und das Ausmaß ist extrem. Forscher und Biologen wollen weltweit die Korallenriffe unserer Meere retten, doch es bleibt nicht viel Zeit.

      Die Doku begleitet sechs Forscherinnen und Forscher bei ihrem Wettlauf gegen die Zeit. An Korallenriffen vor Florida, Hawaii, Australien sowie im Zentral- und Südpazifik versuchen Julia Baum, Ruth Gates, Greg Asner, Madeleine van Oppen, Laetitia Hédouin und Andrew Baker die Evolution von Millionen von Jahren zu entschlüsseln - um sie anschließend zu beschleunigen. Dafür untersuchen sie die Eigenschaften von Superkorallen, die Korallenbleichen überstehen: Wie unterscheiden sich diese Überlebenskünstler von ihren Artgenossen?

      Durch die Züchtung robuster Korallen, die den künftigen Meerestemperaturen standhalten und abgestorbene oder sterbende Korallenriffe retten können, wollen die Forscher die Evolution "unterstützen". Dafür arbeiten sie in der Luft, an Land und am Meeresgrund. Ihre Ergebnisse machen Mut, dass sich die Korallen über die nächsten Jahrzehnte erhalten lassen.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.05.2021