• 05.12.2020
      21:45 Uhr
      Wie die Katze die Welt eroberte (1/34) Frankreich 2020 | arte
       

      400 Millionen Katzen leben heute unter uns, und es werden immer mehr. Die Hauskatze hat nicht nur fast den gesamten Erdball erobert, sondern ist heute auch unbestrittener Star der sozialen Netzwerke. Nichts scheint ihren Siegeszug aufhalten zu können. Aber wann haben sich die samtpfotigen Vierbeiner eigentlich die Gunst des Menschen gesichert und wie ist ihnen das gelungen? Archäologen, Genetiker und Verhaltensbiologen auf der ganzen Welt forschen seit Jahren zu diesen Fragen. Ihre jüngsten Erkenntnisse erlauben uns, den Weg der Stubentiger nachzuvollziehen - eine Reise, die noch lange nicht zu Ende ist.

      Samstag, 05.12.20
      21:45 - 22:40 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      400 Millionen Katzen leben heute unter uns, und es werden immer mehr. Die Hauskatze hat nicht nur fast den gesamten Erdball erobert, sondern ist heute auch unbestrittener Star der sozialen Netzwerke. Nichts scheint ihren Siegeszug aufhalten zu können. Aber wann haben sich die samtpfotigen Vierbeiner eigentlich die Gunst des Menschen gesichert und wie ist ihnen das gelungen? Archäologen, Genetiker und Verhaltensbiologen auf der ganzen Welt forschen seit Jahren zu diesen Fragen. Ihre jüngsten Erkenntnisse erlauben uns, den Weg der Stubentiger nachzuvollziehen - eine Reise, die noch lange nicht zu Ende ist.

       

      Rund 400 Millionen Katzen leben heute auf der Erde. Der Erfolg der Katzen schlägt sich in den Haustierstatistiken nieder: Frankreich zählt über 13 Millionen Katzen gegenüber sieben Millionen Hunden, und auch in Deutschland belegen die Stubentiger Platz eins der tierischen Hausgenossen. In den sozialen Netzwerken landen sie schon lange virale Hits.
      Wann und wie haben sich die Beziehungen zwischen Katzen und Menschen entwickelt? Und wie gelang es den Tieren, die ganze Welt zu erobern? Diesen Fragen gehen Archäozoologen, Paläogenetiker, Biologen und Verhaltensforscher in verschiedenen Ländern nach.

      Archäologische und historische Entdeckungen in Zypern stützen die Hypothese, wonach sich Menschen und Wildkatzen vor etwa 9.500 Jahren eben dort angenähert haben. Aber wie sich die Katze anschließend über die Welt verbreitet hat, blieb für die Wissenschaft lange ein Rätsel.

      Nun steht fest: Die Hauskatze stammt nicht von der europäischen Katze ab, sondern von der Falbkatze, die aus der Levante und Anatolien stammt. Zu ihrer großen Überraschung konnten die Forscher nicht nur eine, sondern gleich zwei Domestizierungswellen nachweisen. Seit knapp 10.000 Jahren sind also die Geschicke von Katzen und Menschen eng miteinander verwoben.

      Nachdem die samtpfotigen Vierbeiner das Herz der Menschen erobert hatten, begannen Züchter, die Tiere den Wünschen der Menschen anzupassen. Durch die Rückverfolgung bestimmter körperlicher Merkmale gelang es ihnen, immer extravagantere Rassen zu züchten: Minikatzen, Nacktkatzen, Tiere mit kurzen Beinen oder gekrümmten Ohren, aber auch besonders gesellige und verspielte Arten, die gerne mit Herrchen oder Frauchen interagieren. Aber kann man überhaupt eine solche "ideale" Katze schaffen, umgänglich, gehorsam und loyal gegenüber ihrem Halter? Viele Verhaltensbiologen sind überzeugt, dass Katzen alle Voraussetzungen dafür mitbringen.

      Weltweit leben über 500 Millionen Hunde und 400 Millionen Katzen, die ganz selbstverständlich den Alltag des Menschen begleiten. Schwer vorzustellen, dass die domestizierten Tiere, die wir heute kennen, so in der Natur gar nicht vorkamen. Wie ist es dem Menschen gelungen, aus dem Wolf einen Chihuahua zu machen und aus der Wildkatze eine Siam? Wann sind die Beziehungen zwischen Mensch und Tier entstanden, und wie haben sich die Vorfahren der heutigen Hunde- und Katzenrassen über die Erde verbreitet?

      Wird geladen...
      Samstag, 05.12.20
      21:45 - 22:40 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.04.2021