• 22.09.2020
      06:15 Uhr
      Xenius: Löwenzahn Unkraut mit Fähigkeiten | arte
       

      Für die einen ist Löwenzahn schlicht Unkraut, während andere seine außergewöhnlichen Qualitäten loben. Im thüringischen Lauscha gilt Taraxacum als Delikatesse. Gegessen werden die Blätter als Salat, die Knospen werden wie Kapern eingelegt und die Wurzeln mit Alkohol zu einem Digestiv aufgesetzt. In der als Latex bezeichneten milchigen Flüssigkeit der Pflanze sind neben sekundären Abwehrstoffen wie Terpenen und Phenolen auch viele Bitterstoffe enthalten. Ein Forschungsverbund aus Biologen, Züchtern, Agrarwissenschaftlern und Ingenieuren möchte daraus Kautschuk für die Reifenproduktion gewinnen.

      Dienstag, 22.09.20
      06:15 - 06:40 Uhr (25 Min.)
      25 Min.

      Für die einen ist Löwenzahn schlicht Unkraut, während andere seine außergewöhnlichen Qualitäten loben. Im thüringischen Lauscha gilt Taraxacum als Delikatesse. Gegessen werden die Blätter als Salat, die Knospen werden wie Kapern eingelegt und die Wurzeln mit Alkohol zu einem Digestiv aufgesetzt. In der als Latex bezeichneten milchigen Flüssigkeit der Pflanze sind neben sekundären Abwehrstoffen wie Terpenen und Phenolen auch viele Bitterstoffe enthalten. Ein Forschungsverbund aus Biologen, Züchtern, Agrarwissenschaftlern und Ingenieuren möchte daraus Kautschuk für die Reifenproduktion gewinnen.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Emilie Langlade
      Adrian Pflug

      Für die einen ist Löwenzahn schlicht Unkraut, während andere seine außergewöhnlichen Qualitäten loben. Seinen Namen hat er seinen Blättern zu verdanken, die an die Zähne eines Löwen erinnern. Im Volksmund kommt er auch als Pusteblume, Milchstöck, Pfaffenplatte, Ringel- und sogar Teufelsblume vor. In Frankreich heißt die Pflanze „pissenlit“ - „pinkle ins Bett“. Das kommt von ihrer harntreibenden Wirkung. Weitere Anwendung findet die Heilpflanze auch bei Verdauungs- und Stoffwechselstörungen sowie bei Appetitlosigkeit.

      Im thüringischen Lauscha gilt Taraxacum als Delikatesse. Gegessen werden die Blätter als Salat, die Knospen werden wie Kapern eingelegt und die Wurzeln mit Alkohol zu einem Digestiv aufgesetzt.
      In der als Latex bezeichneten milchigen Flüssigkeit der Pflanze sind neben sekundären Abwehrstoffen wie Terpenen und Phenolen auch viele Bitterstoffe enthalten. Gegen zahlreiche Insekten und gegen Maikäferlarven reicht dieser Saft aus, um sie in die Flucht zu schlagen.

      Diese milchige Flüssigkeit ist auch für die Wissenschaft interessant. Ein Forschungsverbund aus Biologen, Züchtern, Agrarwissenschaftlern und Ingenieuren möchte daraus Kautschuk für die Reifenproduktion gewinnen. Ergiebiger als unser heimischer ist dabei der Russische Löwenzahn, der erheblich mehr „Milch“ liefert. Die „Xenius“-Moderatoren Emilie Langlade und Adrian Pflug helfen beim Anbau des Russischen Löwenzahns im Julius Kühn-Institut in Quedlinburg mit, machen die Probe aufs Exempel und gewinnen Kautschuk.

      Wissen in 26 Minuten - das ist „Xenius“, das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. „Xenius“ ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.

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