• 09.10.2017
      00:00 Uhr
      Schumann: Das Paradies und die Peri arte
       

      Schumanns weltliches Oratorium „Das Paradies und die Peri“ basiert auf einer persischen Sage, in der ein gefallener Engel, eine Peri, nur dann ins Paradies zurück kann, wenn sie „des Himmels liebste Gabe“ mitbringt. Das Blut eines Helden und der letzte Seufzer einer Jungfrau werden zurückgewiesen, erst die Tränen eines reuigen Verbrechers öffnen ihr das Tor zum Paradies. In der Interpretation des britischen Dirigenten Daniel Harding, der „Das Paradies und die Peri“ gut kennt, kommt die lyrische Tiefe dieses Meisterwerks großartig zur Geltung.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 09.10.17
      00:00 - 01:35 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      VPS 00:10
      Stereo HD-TV

      Schumanns weltliches Oratorium „Das Paradies und die Peri“ basiert auf einer persischen Sage, in der ein gefallener Engel, eine Peri, nur dann ins Paradies zurück kann, wenn sie „des Himmels liebste Gabe“ mitbringt. Das Blut eines Helden und der letzte Seufzer einer Jungfrau werden zurückgewiesen, erst die Tränen eines reuigen Verbrechers öffnen ihr das Tor zum Paradies. In der Interpretation des britischen Dirigenten Daniel Harding, der „Das Paradies und die Peri“ gut kennt, kommt die lyrische Tiefe dieses Meisterwerks großartig zur Geltung.

       

      Nach den „Szenen aus Goethes Faust“ setzt der britische Dirigent Daniel Harding seine Schumann-Hommage mit einem Juwel der Romantik fort, dem Oratorium „Das Paradies und die Peri“, hier in einer Aufführung mit dem Orchestre de Paris. Für dieses stimmungsvolle Werk ganz im Stil der Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht bearbeitete Schumann einen orientalischen Sagenstoff für Orchester, Chor und Solisten. Eine aus dem Himmel verbannte Peri kann nur ins Paradies zurück, wenn sie von der Erde „des Himmels liebste Gabe“ mitbringt. Ihre Suche führt sie zunächst nach Indien, wo sie den letzten Blutstropfen eines Freiheitshelden auffängt, der im Kampf gegen den tyrannischen Eroberer Gazna fiel. Doch der Himmel weist das Opfer zurück. Auch den letzten Seufzer einer Jungfrau, die in Ägypten an der Pest stirbt, weil sie den kranken Geliebten pflegt, anstatt im sicheren Palast ihres Vaters zu bleiben, lehnen die himmlischen Geister ab. Schließlich findet die Peri in Syrien die Opfergabe, die ihr die Tore zum Paradies öffnet: die Tränen eines reuigen Verbrechers beim Anblick eines betenden Kindes. Mit diesem außergewöhnlichen Werk schuf Schumann etwas völlig Neues. Zu den eindrucksvollsten Partien zählt die von Matthias Goerne interpretierte Bariton-Arie, die in ständigem Dialog mit dem Orchester die wunderschöne Landschaft Syriens beschreibt. Die Figur der Peri bewegte den Musiker zutiefst. Vor allem das Motiv von Schuld und Reue zog Schumann an, ist es doch eines seiner wiederkehrenden Themen. Das Geheimnis der Peri jedoch bleibt bestehen: Warum sie aus dem Paradies verstoßen wurde, erfährt der Zuhörer letztendlich nicht. Das Konzert wurde in der Pariser Philharmonie, dem architektonischen Meisterwerk von Jean Nouvel, im Dezember 2016 für ARTE aufgezeichnet.

      Das Konzert in der Pariser Philharmonie wurde vom Orchestre de Paris mit herausragenden Solisten wie dem Bariton Matthias Goerne und der Sopranistin Christiane Karg dargeboten.

      Daniel Harding, geboren am 31. August 1975 in Oxford, dirigierte bereits mit 17 Jahren zum ersten Mal ein Orchester. Er sandte einen Mitschnitt der Aufführung von Schönbergs „Pierrot Lunaire“ an Sir Simon Rattle in Birmingham. Wenig später machte Rattle ihn zu seinem Assistenten beim City of Birmingham Symphony Orchestra. Seitdem hat Harding alle wichtigen Orchester der Welt dirigiert und wurde mit zahlreichen Preisen bedacht. Von 1999 bis 2003 leitete Harding die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Von 2003 bis 2011 war er Musikdirektor des Mahler Chamber Orchestra, 2011 wurde er zum Ehrendirigenten des Orchesters ernannt. Seit der Spielzeit 2007/08 ist er Chefdirigent des Schwedischen Radio-Symphonieorchesters.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 09.10.17
      00:00 - 01:35 Uhr (95 Min.)
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