• 09.08.2020
      11:25 Uhr
      Erstaunliche Gärten Landschaftspark Duisburg-Nord | arte
       

      Im Ruhrgebiet entstand vor rund 25 Jahren der Landschaftspark Duisburg-Nord, eine erstaunliche Verbindung zwischen Natur und Industrie. Der Landschaftsarchitekt Peter Latz erfand eine neue Ästhetik, ohne die stillgelegten Industrieanlagen zu zerstören. Er band sie ein, interpretierte sie neu - immer gemäß der Logik des Recyclings. Die Natur hat hier wieder Oberhand gewonnen und ein neues Ökosystem geschaffen.

      Sonntag, 09.08.20
      11:25 - 11:55 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Im Ruhrgebiet entstand vor rund 25 Jahren der Landschaftspark Duisburg-Nord, eine erstaunliche Verbindung zwischen Natur und Industrie. Der Landschaftsarchitekt Peter Latz erfand eine neue Ästhetik, ohne die stillgelegten Industrieanlagen zu zerstören. Er band sie ein, interpretierte sie neu - immer gemäß der Logik des Recyclings. Die Natur hat hier wieder Oberhand gewonnen und ein neues Ökosystem geschaffen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Pat Marcel

      Natur trifft auf Industriekultur: Ein Jahrhundert lang prägte die Schwerindustrie die Landschaft entlang der Ruhr und hinterließ Schlote und Hochöfen. Auch am Stadtrand von Duisburg erhebt sich noch ein solcher Riese aus Stahl. Ein Anblick, der so gar nicht unserer Vorstellung eines Parks zu entsprechen scheint. Und doch erstreckt sich zu seinen Füßen - auf einer ehemaligen Brache zwischen Autobahnen - eine der bemerkenswertesten Gartenanlagen des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

      Auf 230 Hektar sind Bahngleise, verrostete Anlagen und ein Gewirr von Rohrleitungen zu einer monumentalen Landschaft gestaltet worden. Das revolutionäre Konzept des Parks wurde in den 90er Jahren von Peter Latz entworfen. Mit der Revitalisierung dieses Ortes ist ihm und seinem Team ein Wunderwerk gelungen, das die Landschaftsarchitektur weltweit beeinflusst hat.

      Ein Charakteristikum des Parks sind die sogenannten Pionierpflanzen. Die ersten siedelten sich dort an, wo nichts mehr wuchs. Sie kamen als blinde Passagiere mit den Erzladungen oder wurden aus den Gärten der Arbeiter herübergeweht. In den 80er Jahren zählte man hier etwa 300 Arten.

      Heute ist der Park ein Musterbeispiel für die Umwidmung postindustrieller Stätten in urbane Erlebnisräume. Der alte Gasometer wurde 1996 stillgelegt und mit beträchtlichem Aufwand von Rost und Ablagerungen gereinigt. Mit 45 Meter Durchmesser und 13 Meter tief ist es eines der größten Tauchbecken Europas.

      Von Australien über Ägypten und Mexiko bis nach Japan und China stellt die Reihe jüngste Entwicklungen auf dem Gebiet der Garten- und Landschaftsarchitektur vor und lässt Menschen zu Wort kommen, die mit Innovationsgeist und Kreativität poetische Freiräume in einer zunehmend urban geprägten Welt schaffen.

      Dokumentationsreihe Frankreich 2017

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