• 13.08.2020
      06:15 Uhr
      ARTE Reportage Jemen: Der Gewaltmarsch der Oromo / Die Ruinen des amerikanischen Traums | arte
       

      Themen:

      • Jemen: Der Gewaltmarsch der Oromo
      • USA: Die Ruinen des amerikanischen Traums

      Donnerstag, 13.08.20
      06:15 - 07:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Themen:

      • Jemen: Der Gewaltmarsch der Oromo
      • USA: Die Ruinen des amerikanischen Traums

       
      • Jemen: Der Gewaltmarsch der Oromo

      Hunderttausende aus der Volksgruppe der Oromo fliehen vor der Armut in Äthiopien zu Fuß durch den Jemen bis nach Saudi-Arabien. Die Volksgruppe der Oromo stellt ein gutes Drittel der Bevölkerung in Äthiopien, aber viele von ihnen leben in so bitterer Armut, dass sie bereits zu zehntausenden zu Gewaltmärschen von gut 2.000 Kilometern aufgebrochen sind, um am Ende im reichen Saudi Arabien hoffentlich Arbeit und eine Zukunft zu finden. Dieser Weg ist eigentlich unpassierbar, wegen seiner Länge, der vielen Gefahren durch Plünderer und Menschenhändler, der Steinwüste in den Galafi-Bergen und der sengenden Sonne an der Grenze zu Dschibuti. Sie brechen auf mit kaum mehr als dem, was sie am Leib tragen können, sie hungern tagelang, der Durst zwingt sie immer wieder in die Knie.Vom Hafen in Obock aus überqueren sie nachts und in völlig überfüllten Booten das Rote Meer, um schließlich am Strand des gefährlichsten Teils ihrer Reise zu landen, dem Jemen, einem Land mitten im Bürgerkrieg. Dort herrschen kriminelle Banden über die Routen der Migranten: Sie kidnappen viele Oromo und foltern sie so lange, bis die Angehörigen von zuhause ein Lösegeld überwiesen haben. Damit ruinieren sie auch noch das Leben der Familien in Äthiopien. Die ARTE-Reporter Charles Emptaz und Olivier Jobard liefen mit, auf diesem Gewaltmarsch der Migranten aus Äthiopien.

      • USA: Die Ruinen des amerikanischen Traums

      In seinem Foto-Buch „Abandoned America“ zeigt Matthew Christopher die Ruinen des amerikanischen Traums. In Pennsylvania stehen die Zeugen eines anderen, eines vergangenen Amerikas: verlassene Fabriken, Schulen, Krankenhäuser, Kirchen und Kultstätten - Zeugen des Niedergangs der amerikanischen Wirtschaft, und auch Auslöser der Wut der abgehängten Mittelschicht in den USA, die deshalb den „Dealmaker“ Donald Trump zu ihrem Präsidenten wählte, in der Hoffnung auf einen neuen Aufschwung. Ein Jahr vor den Wahlen am 3. November 2020 fuhren ARTE-Reporter zusammen mit dem Fotografen Matthew Christopher nach Pennsylvania, einen der „Swing States“ zwischen Demokraten und Republikanern - auf der Suche nach den Ruinen des amerikanischen Traums und danach, ob Trumps Slogan „America first“ noch immer Gehör findet bei seinen Wählern.

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