• 09.08.2020
      23:55 Uhr
      Cosmic Trip - Pop und Weltraum Dokumentation Frankreich 2020 | arte
       

      Seit fast 100 Jahren träumen Künstler wie Sun Ra davon, den idealen Weltraum-Soundtrack zu erschaffen und sich damit musikalisch ins All zu beamen. Autor Christophe Conte und der Musiker Gaëtan Chataignier ("The Little Rabbits"), der für diverse Videoclips von Etienne Daho, Philippe Katerine und Dominique A verantwortlich zeichnete, begeben sich auf eine fantastische Reise durch die Aufnahmestudios, in denen dieser intergalaktische Sound entstanden ist.

      Sonntag, 09.08.20
      23:55 - 00:50 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Seit fast 100 Jahren träumen Künstler wie Sun Ra davon, den idealen Weltraum-Soundtrack zu erschaffen und sich damit musikalisch ins All zu beamen. Autor Christophe Conte und der Musiker Gaëtan Chataignier ("The Little Rabbits"), der für diverse Videoclips von Etienne Daho, Philippe Katerine und Dominique A verantwortlich zeichnete, begeben sich auf eine fantastische Reise durch die Aufnahmestudios, in denen dieser intergalaktische Sound entstanden ist.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Gaëtan Chataignier

      Im All gibt es keine Musik, weil die Ausbreitung von Schallwellen im luftleeren Raum unmöglich ist. Und doch haben sich Künstler jeglicher Couleur schon von jeher damit beschäftigt, wie sich diese Leere musikalisch füllen lässt. Vor allem im 20. Jahrhundert fand parallel zur Eroberung des Weltraums auch ein musikalischer Eroberungsfeldzug statt, der von oft unkonventionellen Musikern, verrückten Erfindern und freiheitsliebenden Visionären angeführt wurde. Was also läge näher, als in ein Raumschiff zu steigen und den schöpferischen Geistern, die die Geschichte der Space Music geprägt haben, einen kleinen Besuch abzustatten?

      Jede Epoche besaß ihre eigenen musikalischen Weltraum-Helden, angefangen bei Leon Theremin und Sun Ra über Pink Floyd, David Bowie und Funkadelic bis zu Daft Punk, um nur einige zu nennen. Ausgewählte Musikwissenschaftler und Künstler wie Jean-Michel Jarre, Stereolab, Jean-Benoît Dunckel von Air oder Tim Blake von Hawkwind analysieren die künstlerische Dimension und geben Hinweise auf die tieferen Beweggründe der intergalaktischen Musikpioniere. Wovor wollten die schwarzen Musiker der 1950er und 1960er Jahre in den Weltraum fliehen? Warum zog es die Deutschen in den 1970ern so sehr ins All? Welche technologischen Fortschritte begünstigten diese Entwicklung und warum übte der Futurismus lange Zeit eine so große Faszination aus, bevor sich die Nostalgiker in den Zukunftsglauben flüchteten?

      Die unterhaltsam aufbereitete und gründlich recherchierte Dokumentation präsentiert beeindruckendes Archivmaterial und beleuchtet ein wenig bekanntes Kapitel unserer Alltagskultur, das sämtliche Genres von der experimentellen Musik über Disco und Dub bis zu Rap und Techno beeinflusst hat - eine faszinierende Reise durch die unendlichen Weiten der Musik.

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