• 21.04.2020
      07:15 Uhr
      GEO Reportage - Eremitage, Palast der Katzen Frankreich / Deutschland / 2005 ARTE | arte
       

      Das Eremitage-Museum von St. Petersburg beherbergt viele Kunstschätze von Weltruhm. Hunderte von Besuchern stehen täglich vor dem Winterpalast an, um die Ausstellungen zu besichtigen. Sie wundern sich, dass sie am Eingang auf einen Kater treffen. Wasja heißt das stolze Tier, und es gehört zu den über 50 Katzen, die in der Eremitage zu Hause sind. „360° Geo Reportage“ zeigt das Leben der Palastkatzen in der ehemaligen Zarenresidenz an der Newa.

      Dienstag, 21.04.20
      07:15 - 08:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Das Eremitage-Museum von St. Petersburg beherbergt viele Kunstschätze von Weltruhm. Hunderte von Besuchern stehen täglich vor dem Winterpalast an, um die Ausstellungen zu besichtigen. Sie wundern sich, dass sie am Eingang auf einen Kater treffen. Wasja heißt das stolze Tier, und es gehört zu den über 50 Katzen, die in der Eremitage zu Hause sind. „360° Geo Reportage“ zeigt das Leben der Palastkatzen in der ehemaligen Zarenresidenz an der Newa.

       

      Tatjana Danilowa ist die Chefin des Wachpersonals der Eremitage von St. Petersburg. Über 60.000 Exponate von unschätzbarem Wert müssen sie und ihre Wächterinnen in dem ehemaligen Winterpalast der russischen Zaren beaufsichtigen. Ehrenamtlich ist sie noch Hüterin der über 50 Katzen, die die Höfe und Keller der Eremitage bevölkern.

      Wie Kater Wasja, der schon seit zehn Jahren über das Gelände des Museums spaziert und sich immer neue Schleichwege zwischen Statuen und anderen Ausstellungsstücken sucht. Nur im Winter bleibt er lieber im Keller, denn auf den Heizungsrohren ist es schön warm. Und hier kochen Tatjana und ihre Mitarbeiterin auch die riesigen Mengen Futter für die Katzen, bezahlt von Spenden der Museumsmitarbeiter.

      Die Katzen der Eremitage haben eine lange Tradition. Schon vor 250 Jahren ließ Zarin Elisabeth Petrowna, Tochter Peters des Großen, Katzen in den Winterpalast bringen. Sie sollten die Mäuse- und Rattenplage bekämpfen. Später verteidigten die Katzen die Kunstwerke von Katharina der Großen gegen die gefräßigen Nager.

      Die Petersburger wissen, dass die Katzen der Eremitage auch heute noch liebevoll umsorgt werden. So werden immer wieder Kätzchen im Hof ausgesetzt. Doch für mehr als 50 Katzen ist in der Eremitage kein Platz. Tatjana Danilowa ist daher froh, wenn manch ein Kätzchen das Museum bald wieder verlässt. Für Kater Wasja gilt das nicht – er bleibt lieber eine Palastkatze.

      Thema: Ein Tag in Sankt Petersburg

      Sankt Petersburg: einstige Hauptstadt des Kaiserreichs und kulturelles Zentrum Russlands, Zarenstadt und Wohnort Puschkins. Kurz vor Weihnachten präsentiert Annette Gerlach auf ARTE einen Tag an der Newa.
      Zum Auftakt des Schwerpunkts begibt sich ARTE auf die Pfade der Vergangenheit Sankt Petersburgs. Die erste Folge der Dokumentationsreihe „Auf der Suche nach dem alten Russland“ zeugt von einer Stadt, in der die vergangene Pracht der Zarenzeit heller strahlt als sonst irgendwo in Russland. Die zweite Folge „St. Petersburg – Der Zauber der weißen Nächte“ zeichnet wiederum ein ganz anderes Bild der Metropole.
      Eine besondere Rolle in der Stadt, in der auch Tschaikowsky aufwuchs, spielt die Musik. Erlebbar wird dies für den Zuschauer beim Galakonzert der Sankt Petersburger Philharmoniker am 15. Dezember unter der Leitung von Mariss Jansons mit zahlreichen Solisten.
      Auf andere Art für Gänsehaut sorgt das Porträt des berühmten Heilers Rasputin, der in der Zarenfamilie ein- und ausging. Anhand von Archivmaterial zeigt ARTE den mystischen, unheimlichen Prediger, der im Winter 1916 ermordet wurde, von einer unbekannten Seite.
      Auch die Dokumentation „Marius Petipa - Der Meister des klassischen Balletts“ beleuchtet eine Biografie, die eng mit der Stadt Sankt Petersburg verwoben ist: die des Tänzers Marius Petipa aus Marseille, der in Russland Ballettmeister am Zarenhof wurde. Er schuf rund sechzig Choreographien, darunter die berühmtesten Werke des klassischen Repertoires. Eins davon, das große romantische Ballett „Raymonda“ in einer Aufführung am Petersburger Mariinski-Theater, zeigt ARTE im Anschluss an den Film des Abends, „Katja, die ungekrönte Kaiserin“ von Robert Siodmak mit Romy Schneider und Curd Jürgens.
      Den Abschluss bildet eine Begegnung mit dem geheimnisvollen russischen Pianisten Oleg in der Eremitage. Während das Petersburger Kunstmuseum für den Publikumsverkehr geschlossen ist, spricht Oleg über die Gefühle, die Kunst in ihm hervorruft, sowie über sein Russland. Vor allem aber spielt er Klavier – auf dem Instrument, das einst Zar Nikolaus II. gehörte.

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