• 19.02.2020
      22:00 Uhr
      Körper und Seele Spielfilm Ungarn 2017 (Teströl és lélekröl) | arte
       

      Durch einen Zufall erfahren die neuen Arbeitskollegen Maria und Endre, dass sie Nacht für Nacht denselben Traum haben, in dem sie als Rotwild gemeinsam durch einen verschneiten Wald streifen. Erstaunt und verwundert über diese Erkenntnis versuchen die beiden Eigenbrötler vorsichtig, sich auch im wahren Leben näherzukommen. Doch gerade als es scheint, dass beide ihre Ängste überwinden können, nimmt ihre zarte Beziehung eine dramatische Wendung. Mit dieser magischen Liebesgeschichte zwischen zwei Seelenverwandten ist der ungarischen Regisseurin Ildiko Enyedi ein Meisterwerk geglückt.

      Mittwoch, 19.02.20
      22:00 - 23:50 Uhr (110 Min.)
      110 Min.

      Durch einen Zufall erfahren die neuen Arbeitskollegen Maria und Endre, dass sie Nacht für Nacht denselben Traum haben, in dem sie als Rotwild gemeinsam durch einen verschneiten Wald streifen. Erstaunt und verwundert über diese Erkenntnis versuchen die beiden Eigenbrötler vorsichtig, sich auch im wahren Leben näherzukommen. Doch gerade als es scheint, dass beide ihre Ängste überwinden können, nimmt ihre zarte Beziehung eine dramatische Wendung. Mit dieser magischen Liebesgeschichte zwischen zwei Seelenverwandten ist der ungarischen Regisseurin Ildiko Enyedi ein Meisterwerk geglückt.

       

      Maria ist anders. Sie leidet unter Ordnungszwang, kann und will sich kaum mit anderen Menschen unterhalten und erträgt Berührungen nur schwer.

      Als sie im Schlachthof als neue Qualitätskontrolleurin anfängt, ist das Getuschel groß. Der dortige Leiter, Endre, ist jedoch sofort interessiert an der schönen und eigenartigen Frau. Nach einem Diebstahl im Schlachthof befragt die Psychologin Klara einige Mitarbeiter und stellt etwas Erstaunliches fest: Maria und Endre haben in der Nacht zuvor genau dasselbe geträumt. Sie streiften beide als Hirsch und Hirschkuh durch eine verträumte Winterlandschaft - in perfekter Harmonie und im Einklang mit der Natur.

      Weil sie ihre intime Verbindung im Traum nicht ignorieren können, versuchen sie, sich auch im wahren Leben anzunähern. Das fällt nicht nur Maria schwer. Auch Endre, ein Mann mittleren Alters mit einem gelähmten Arm, hat sich nach vielen Enttäuschungen ebenfalls an ein einsames und tristes Leben gewöhnt. Gerade als es scheint, dass die beiden ihre Schutzschilder abbauen, nimmt ihre zarte Beziehung eine dramatische Wendung.

      Regisseurin Ildiko Enyedi hat mit „Körper und Seele“ eine magische Liebesgeschichte geschaffen. Der Film besticht durch seine kunstvolle Bildsprache, seinen zarten Humor und das feinfühlige und intensive Spiel der Protagonisten. Es ist eine behutsam erzählte Geschichte über Seelenverwandtschaft, die wahre Liebe, Einsamkeit und was es bedeutet, über den eigenen Schatten zu springen und Gefühle zuzulassen.

      Inspiration für das Drama um zwei einsame, beschädigte Menschen, die durch ihre Träume verbunden sind, fand Regisseurin Ildiko Enyedi in einem Gedicht der Poetin Agnes Nemes Nagy, die zu den wichtigsten ungarischen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts zählt.
      „Körper und Seele“ feierte 2017 auf der Berlinale seine Welturaufführung und wurde mit dem Goldenen Bären sowie dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet. Zudem war der Film 2018 als bester fremdsprachiger Film für einen Oscar nominiert. Die Hauptdarstellerin Alexandra Borbely erhielt für ihre Rolle der Maria den Europäischen Filmpreis.

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      Mittwoch, 19.02.20
      22:00 - 23:50 Uhr (110 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.11.2020