• 10.02.2020
      19:40 Uhr
      Re: Der Glasflaschenrebell Ein Getränkehändler kämpft gegen Plastik | arte
       

      Plastik überschwemmt uns - noch viel zu wenig wird recyclet. Einweg-Plastikflaschen stapeln sich auch im Getränkemarkt von Hans-Peter Kastner, bis der Stuttgarter eine folgenschwere Entscheidung trifft: ab 1. August 2019 verkauft er keine Einwegflaschen aus Kunststoff mehr. Und er kauft sich einen Anzug, fährt nach Brüssel, wirbt bei EU-Abgeordneten und den Händler-Kollegen in Deutschland für seine Aktion. Er organisiert sogar eine Podiumsdiskussion zum Thema „Einweg-Mehrweg“. Im Juni 2019 sagte der Glasflaschenrebell aus Spaß: „Ich verändere jetzt die Getränkeindustrie“. Gelingt ihm das tatsächlich?

      Montag, 10.02.20
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo HD-TV

      Plastik überschwemmt uns - noch viel zu wenig wird recyclet. Einweg-Plastikflaschen stapeln sich auch im Getränkemarkt von Hans-Peter Kastner, bis der Stuttgarter eine folgenschwere Entscheidung trifft: ab 1. August 2019 verkauft er keine Einwegflaschen aus Kunststoff mehr. Und er kauft sich einen Anzug, fährt nach Brüssel, wirbt bei EU-Abgeordneten und den Händler-Kollegen in Deutschland für seine Aktion. Er organisiert sogar eine Podiumsdiskussion zum Thema „Einweg-Mehrweg“. Im Juni 2019 sagte der Glasflaschenrebell aus Spaß: „Ich verändere jetzt die Getränkeindustrie“. Gelingt ihm das tatsächlich?

       

      Plastik überschwemmt uns - noch viel zu wenig wird recyclet. Einweg-Plastikflaschen stapeln sich auch im Getränkemarkt von Hans-Peter Kastner, bis der Stuttgarter eine folgenschwere Entscheidung trifft: ab 1. August 2019 verkauft er keine Einwegflaschen aus Kunststoff mehr. Ein Risiko für sein Geschäft: Immerhin macht er ein Drittel seines Umsatzes mit Mineralwasser in Plastikflaschen. „Wenn der Kunde nicht mitspielt, dann ist das das Ende der Firma“, sagt Peter Kastner. Aber er fügt hinzu: „Man darf kein Preisschild an den Umweltschutz setzen.“

      Mit seiner Aktion gegen Einwegflaschen aus Kunststoff und für Mehrweg-Glasflaschen macht er bald bundesweit Schlagzeilen. Peter Kastner wird zum Gesicht im Kampf gegen Plastik. Seinen Kunden erklärt er geduldig, warum er das macht. Und die meisten gehen diesen „Mehrweg“ mit.

      Dem Glasflaschenrebell ist aber auch klar, dass er sich mit der Getränkeindustrie anlegt. Die setzt auf die bruchsichere PET-Flasche. Je mehr recyceltes Material in so einer neuen Flasche stecke, desto ökologischer sei die. Die Pet-Cycle-Industrie setzt auf einen Kunststoffkreislauf, in dem geschredderte Plastikflaschen Rohstoff für neue werden.

      Aber Hans-Peter Kastner will Einwegflaschen vom Markt vertreiben. Er kauft sich einen Anzug, fährt nach Brüssel, wirbt bei EU-Abgeordneten und den Händler-Kollegen in Deutschland für seine Aktion. Er organisiert sogar eine Podiumsdiskussion zum Thema „Einweg-Mehrweg“. Und er gewinnt Mitstreiter. Im Juni 2019 sagte der Glasflaschenrebell aus Spaß: „Ich verändere jetzt die Getränkeindustrie“. Gelingt ihm das tatsächlich? Und wird sein Getränkemarkt überleben?

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