• 06.02.2020
      08:00 Uhr
      Geheimnis Teutoburger Wald Film von Jobst Knigge - Thema: Winter of Forests | arte
       

      Der Teutoburger Wald. Seit fast 140 Jahren wacht hier Hermann der Cherusker über den Wipfeln. Hat er hier wirklich vor mehr als 2.000 Jahren die Germanen zum Sieg gegen die Römer geführt? Auf mehr als 100 Kilometer Länge erstreckt sich der Teutoburger Wald - von Bielefeld fast bis nach Paderborn. Der Teutoburger Wald ist ein verwunschen schöner Ort. Im Schatten der Bäume sprießen die Legenden und Mythen. Die Dokumentation begibt auf die Suche nach den Geheimnissen dieses Waldes.

      Donnerstag, 06.02.20
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Der Teutoburger Wald. Seit fast 140 Jahren wacht hier Hermann der Cherusker über den Wipfeln. Hat er hier wirklich vor mehr als 2.000 Jahren die Germanen zum Sieg gegen die Römer geführt? Auf mehr als 100 Kilometer Länge erstreckt sich der Teutoburger Wald - von Bielefeld fast bis nach Paderborn. Der Teutoburger Wald ist ein verwunschen schöner Ort. Im Schatten der Bäume sprießen die Legenden und Mythen. Die Dokumentation begibt auf die Suche nach den Geheimnissen dieses Waldes.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jobst Knigge

      Der Teutoburger Wald. Seit fast 140 Jahren wacht hier Hermann der Cherusker über den Wipfeln. Hat er hier wirklich vor mehr als 2.000 Jahren die Germanen zum Sieg gegen die Römer geführt? Nicht weit entfernt ragen unvermittelt gewaltige Felsformationen empor: Die Externsteine. Waren sie das Zentrum einer germanischen Hochkultur? Was ist wahr an den Mythen und Legenden? Ein Stück weiter südlich steht die Wewelsburg. Hier versammelte die SS ihre Elite. Heinrich Himmler plante in der finsteren Ordensburg eine geheime Welt des Bösen.

      Auf mehr als 100 Kilometer Länge erstreckt sich der Teutoburger Wald - von Bielefeld fast bis nach Paderborn. Seit Jahrtausenden haben ihn die Menschen genutzt. In ihm gelebt, gejagt und ihre Schlachten geschlagen. Hier haben sie ihre Kultstätten gebaut und ihren Göttern gehuldigt. Und immer noch findet man die Zeugnisse einer längst versunkenen Zeit.

      Es ist ein gewaltiges Denkmal, das ein besessener Baumeister dem Cheruskerfürsten Arminius gesetzt hat: 54 Meter hoch, das größte Standbild Mitteleuropas. Und ein technisches Wunderwerk. Wer aber war dieser Arminius oder "Hermann", wie ihn die deutschen Patrioten später nannten? Und welche dramatische Geschichte rankt sich um die Staute hoch über dem Wald?

      Nur wenige Kilometer vom Hermanns Denkmal entfernt liegen die Externsteine. Sie sind mehr als 70 Millionen Jahre alt. Zerklüftete Sandsteinfelsen, bis zu 40 Meter hoch. Rätselhaft erscheinen die Spuren menschlichen Lebens - für viele ein magischer Ort, an dem sie die Spuren einer frühen Hochkultur vermuten. Auch die Nationalsozialisten folgten den Mythen in den Teutoburger Wald. Hier suchten sie nach dem Ursprung der germanischen Kultur. Hier bezogen sie eine finstere Ordensburg.

      In der Wewelsburg wollte Heinrich Himmler das Zentrum seiner SS errichten - mehr als 1.000 KZ-Häftlinge schufteten sich auf der Baustelle zu Tode. Doch verbergen sich in der Gruft noch die Schätze der Nationalsozialisten? Die Wewelsburg ist heute ein Ort der Erinnerung.

      Der Teutoburger Wald ist ein verwunschen schöner Ort. Im Schatten der Bäume sprießen die Legenden und Mythen. Die Dokumentation begibt auf die Suche nach den Geheimnissen dieses Waldes.

      Dokumentation Deutschland 2015

      • Thema: Winter of Forests

      Er ist grüne Lunge des Planeten, Opfer des Klimawandels, Rückzugsort und nicht zuletzt Heimat von Wölfen und bösen Hexen: der Wald. Trotz intensiver Bewirtschaftung und Erforschung umweht ihn auch im 21. Jahrhundert noch ein Hauch von Mythos. Dokumentationen, Spielfilme und Magazine spüren ab dem 12. Januar dem Wald als Mythos und als Biotop nach und zeigen Wege, ihn für zukünftige Generationen zu erhalten.

      Das Böse und Unbekannte lauert auch im Film bekanntlich gerne im tiefen Wald. Im Mystery-Thriller „The Village“ behauptet sich ein altertümliches Dorf gegen mysteriöse Wesen aus dem Wald, und die Neuverfilmung des Hauff-Märchens mit Moritz Bleibtreu in der Rolle des teuflischen Holländermichels entführt den Zuschauer in die düstere Kulisse des Schwarzwaldes. Weitere Spielfilm-Highlights sind „Gorillas im Nebel“ mit Sigourney Weaver, die schwarze Komödie „The Lobster“ und „Tarzan und sein Sohn“ mit Johnny Weissmüller.

      Während in Deutschland vor allem das „Geheimnis Teutoburger Wald“ Legenden sprießen ließ, hielt im Frankreich des 18. Jahrhunderts die „Bestie der alten Berge“ die Bewohner der Region Gévaudan in Atem. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse geben erstaunliche Einblicke in die „Sprache der Wälder“ und zeigen am Beispiel der „Wälder des Nordens“, wie es dem Ökosystem Wald gelingt, sich durch komplexe Mechanismen an widrigste Umweltbedingungen anzupassen. Dennoch macht der Klimawandel dem Wald zu schaffen und engagierte „Waldretter“ arbeiten weltweit an innovativen Lösungen für den Wald der Zukunft. Die aufregendsten Waldgeschichten erzählen aber - von der wilden Katze bis zum Eichhörnchen – die tierischen Bewohner von Unterholz, Bäumen und Kronendach.

      Präsentiert wird der „Winter of Forests“ von Yann Arthus Bertrand. Der französische Fotograf wurde durch seine spektakulären Luftbildaufnahmen international bekannt und engagiert sich intensiv für den Umweltschutz. In die Welt von oben zieht er sich auch privat am liebsten zurück - in sein Baumhaus nicht weit von Paris.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 06.04.2020