• 12.02.2020
      11:30 Uhr
      Der Paraná - Ein Fluss wie das Meer Von Brasilien nach Paraguay und Argentinien | arte
       

      Der zweite Teil führt in das Dreiländereck Brasilien, Paraguay und Argentinien. Itaipú, das zweitgrößte und leistungsstärkste Wasserkraftwerk der Welt, hat den Paraná hier in einen Stausee verwandelt – mit Konsequenzen für Mensch und Natur. Unweit davon zieht die atemberaubende Schönheit der weltberühmten Iguazú-Wasserfälle massenweise Besucher an. Naturschützer kämpfen für den möglichst authentischen Erhalt der einzigartigen Dreistaatenregion. Ihr Engagement reicht von Alternativtourismus über Müllrecyclingideen bis zu Strategien gegen die Dominanz der Sojaindustrie.

      Mittwoch, 12.02.20
      11:30 - 12:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Der zweite Teil führt in das Dreiländereck Brasilien, Paraguay und Argentinien. Itaipú, das zweitgrößte und leistungsstärkste Wasserkraftwerk der Welt, hat den Paraná hier in einen Stausee verwandelt – mit Konsequenzen für Mensch und Natur. Unweit davon zieht die atemberaubende Schönheit der weltberühmten Iguazú-Wasserfälle massenweise Besucher an. Naturschützer kämpfen für den möglichst authentischen Erhalt der einzigartigen Dreistaatenregion. Ihr Engagement reicht von Alternativtourismus über Müllrecyclingideen bis zu Strategien gegen die Dominanz der Sojaindustrie.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Sebastian Saam

      Der zweite Teil von „Der Paraná - Ein Fluss wie das Meer“ bewegt sich im Dreiländereck Brasilien, Paraguay und Argentinien. Im Norden Paraguays zeugen Sojafelder davon, wie radikal hier abgeholzt wurde. Betroffen waren davon auch Ureinwohner entlang des Paraná, wie die Guaraní. Aber eine Gemeinde ist zurückgekehrt an den Fluss, der ihrem Volk seit Jahrtausenden als Lebensraum dient.

      Einige Hundert Kilometer weiter, im Nationalpark Mbaracayú, steht noch intakter Urwald, der vor Augen führt, wie die Paraná-Region noch vor hundert Jahren ausgesehen hat. Im Nationalpark wird systematisch an der Wiederaufforstung gearbeitet, die gesunden Bäume Mbaracayús sollen Samen für ganz Uruguay liefern.

      Nicht nur Abholzung bedroht die Paraná-Region, auch die enorme Rückstauung durch eines der größten Bauwerke Südamerikas hat die Landschaft verändert. Der Itaipú-Staudamm ist der zweitgrößte der Welt und deckt allein 75 Prozent des Energiebedarfs von Paraguay. Ganze Landstriche wurden dafür überschwemmt. Die Dokumentation zeigt die Veränderung der Flusslandschaft und gibt Einblicke ins Innere des Kraftwerks.

      Unweit des Megastaudamms liegt ein besonderer Touristenmagnet: Die einzigartigen Iguazú-Wasserfälle. Die Kamera begleitet alternative Reiseveranstalter und Parkwächter, die einerseits den Auswirkungen des Massentourismus, aber auch illegalen Jägern im Iguazú-Nationalpark etwas entgegensetzen.

      Weitere Themen sind kreatives Müllrecycling und die Rückkehr zur traditionellen Landwirtschaft. Eine Frauenvereinigung will sich mit neuen Mate-Anpflanzungen von den großen Sojaplantagen unabhängig machen.

      Aus der Luft, zu Wasser und zu Land folgt die dreiteilige Dokumentationsreihe dem Paraná flussabwärts durch Argentinien, Paraguay und Brasilien bis zum Delta. Eine faszinierende Welt, die hierzulande wenig bekannt ist. Was wird getan, um diese einzigartigen Naturschätze zu erhalten? Die Reihe porträtiert neben Flora und Fauna Menschen, die sich auf ungewöhnliche Weise für den Erhalt ihres Lebensraums einsetzen.

      Dokumentationsreihe Deutschland 2019

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