• 10.02.2020
      06:35 Uhr
      Philosophie Trennung - und dann? | arte
       

      Warum ruft Einsamkeit Verlassenheitsgefühle in uns hervor? Warum empfinden wir eine Trennung als großen Schmerz? Welcher Teil von uns wird abgetrennt, wenn uns der Andere verlässt? Unterdrückt nicht selbst die „einvernehmliche Trennung“ nur einen Schmerz? Leben wir in einer kaltherzigen Gesellschaft, die den Trennungsschmerz lieber verdrängt und die individuelle Flexibilität mehr geschätzt als das gegenseitige Eintreten füreinander? In einer Gesellschaft, die zunehmend stark individualisierte Einzelwesen hervorbringt? Zu diesem Thema ist heute Claire Marin zu Gast, Absolventin der Ecole normale supérieure de Fontenay-Saint-Cloud.

      Montag, 10.02.20
      06:35 - 07:05 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Warum ruft Einsamkeit Verlassenheitsgefühle in uns hervor? Warum empfinden wir eine Trennung als großen Schmerz? Welcher Teil von uns wird abgetrennt, wenn uns der Andere verlässt? Unterdrückt nicht selbst die „einvernehmliche Trennung“ nur einen Schmerz? Leben wir in einer kaltherzigen Gesellschaft, die den Trennungsschmerz lieber verdrängt und die individuelle Flexibilität mehr geschätzt als das gegenseitige Eintreten füreinander? In einer Gesellschaft, die zunehmend stark individualisierte Einzelwesen hervorbringt? Zu diesem Thema ist heute Claire Marin zu Gast, Absolventin der Ecole normale supérieure de Fontenay-Saint-Cloud.

       

      Warum ruft Einsamkeit Verlassenheitsgefühle in uns hervor? Warum empfinden wir eine Trennung als großen Schmerz? Welcher Teil von uns wird abgetrennt, wenn uns der Andere verlässt? Ist derjenige, der eine Liebe aufgibt, zwangsläufig derjenige, der den Partner physisch verlässt? Fest steht: Es gibt keinen sauberen Bruch; jede Trennung verursacht innere Zerrissenheit. Man kann sich nicht von jemandem trennen, ohne einen Verlust zu erleiden, ohne eine seelische Narbe davonzutragen.

      Aber sind all diese Schmerzen nicht Teil unserer Persönlichkeitsbildung? Wer sein Leid nicht tief in sich verschließt, kann darüber hinauswachsen. Aber unterdrückt nicht selbst die „einvernehmliche Trennung“ letztendlich nur einen Schmerz? Leben wir in einer kaltherzigen Gesellschaft, die den Trennungsschmerz lieber verdrängt und in der individuelle Flexibilität mehr geschätzt wird als das gegenseitige Eintreten füreinander? In einer Gesellschaft, die zunehmend ungebundene und stark individualisierte Einzelwesen hervorbringt?

      Zu diesem Thema ist heute Claire Marin zu Gast, Absolventin der Ecole normale supérieure de Fontenay-Saint-Cloud. Sie hat eine Promotion in Philosophie und ist Mitglied des Centre international d'études de la philosophie française contemporaine an der Ecole normale supérieure. Seit 2018 unterrichtet sie Philosophie in der Vorbereitungsklasse auf die Grandes Ecoles am Lycée Alfred Kastler in Cergy-Pontoise. Ihre letzte Veröffentlichung ist unter dem Titel „Rupture(s)“ (2019) erschienen.

      Der junge Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht zusammen mit seinem Gast eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.05.2020