• 06.02.2020
      17:50 Uhr
      Amur - Asiens Amazonas Der schwarze Drache | arte
       

      Das Flusssystem des Amur erstreckt sich über ein Gebiet von fast 5.000 Kilometer Länge und 4.000 Kilometer Breite. Es reicht von der Mongolei über China bis nach Russland und durchquert dabei Regionen mit unberührter und bis heute kaum erforschter Flora und Fauna. Die dreiteilige Reihe erkundet das Umfeld dieses außergewöhnlichen asiatischen Wasserlaufs. Am Oberlauf des Songhua, des größten Zuflusses des Amur, haben die letzten Urwälder Chinas überlebt. Die weitläufige Region bietet einer faszinierenden Tierwelt einen vielfältigen Lebensraum.

      Donnerstag, 06.02.20
      17:50 - 18:30 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo HD-TV

      Das Flusssystem des Amur erstreckt sich über ein Gebiet von fast 5.000 Kilometer Länge und 4.000 Kilometer Breite. Es reicht von der Mongolei über China bis nach Russland und durchquert dabei Regionen mit unberührter und bis heute kaum erforschter Flora und Fauna. Die dreiteilige Reihe erkundet das Umfeld dieses außergewöhnlichen asiatischen Wasserlaufs. Am Oberlauf des Songhua, des größten Zuflusses des Amur, haben die letzten Urwälder Chinas überlebt. Die weitläufige Region bietet einer faszinierenden Tierwelt einen vielfältigen Lebensraum.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Franz Hafner
      Klaus Feichtenberger

      Bei den Chinesen heißt der Amur, der auf über 2.000 Kilometern das Land von Russland trennt, "schwarzer Drache". Die beiden Großmächte verbindet keine einzige Brücke, lediglich zwischen den Städten Blagoweschtschensk und Heihe am Mittellauf des Stroms besteht eine Fährverbindung. Diese Grenzlage hat die Ufergebiete bis heute vor größeren Eingriffen oder gar dem Bau mächtiger Staudämme zur Stromgewinnung bewahrt. Auf chinesischer Seite wurden die fruchtbaren Flussauen entlang des Songhua, des größten Amur-Zuflusses, in Industrie- und Agrarland verwandelt. Doch in den entlegenen Gebieten am Oberlauf des Flusses haben die letzten Urwälder des Landes überlebt. Seit die Regierung Schutzprogramme in die Wege geleitet hat, haben sich Großkatzen wie der Sibirische Tiger und der Amurleopard wieder dort angesiedelt.

      Das Amurbecken erstreckt sich von den verschneiten Bergen der sibirischen Tundra, wo die nördlichen Zuflüsse entspringen, Richtung Süden bis zu den subtropischen Feuchtwäldern am Oberlauf des Songhua. Dort leben asiatische Paradiesvögel und Auerhähne ebenso wie Asiatische Schwarzbären und Braunbären zwischen Koreakiefern und Sibirischen Lärchen. Entlang der Schifffahrtswege und in den Sumpfgebieten sind Mandschurenkraniche, Kragenenten und unzählige Fischarten zu Hause.

      Der Songhua entspringt am Himmelssee im Krater des Baitoushan-Vulkans an der Grenze zu Nordkorea. Ein halbes Jahrtausend lang galten die urtümlichen Wälder, die den höchsten der zahlreichen Vulkane im Amurtal umgeben, als heilig. Bis heute gehören sie zu den beeindruckenden Naturschätzen Chinas.

      Dokumentationsreihe Österreich 2015

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