• 05.02.2020
      13:45 Uhr
      Lauf Junge lauf Spielfilm Deutschland / Frankreich / Polen 2013 | arte
       

      Der neunjährige Srulik entflieht aus dem Warschauer Ghetto. In seinem täglichen Überlebenskampf begegnen ihm wohlgesinnte Helfer, aber auch solche, die sich als Verräter entpuppen. Um zu überleben, muss der Junge seine jüdische Identität geheim halten und sich als polnisch-katholisches Waisenkind ausgeben. Als er nach Kriegsende, mittlerweile mit seiner neuen Identität verschmolzen, ein neues Zuhause bei einer katholischen Familie findet, glaubt er sich am Ziel seiner Wünsche. Doch seine verdrängten Erinnerungen, Gefühle und seine wahre Identität holen ihn wieder ein.

      Mittwoch, 05.02.20
      13:45 - 16:00 Uhr (135 Min.)
      135 Min.

      Der neunjährige Srulik entflieht aus dem Warschauer Ghetto. In seinem täglichen Überlebenskampf begegnen ihm wohlgesinnte Helfer, aber auch solche, die sich als Verräter entpuppen. Um zu überleben, muss der Junge seine jüdische Identität geheim halten und sich als polnisch-katholisches Waisenkind ausgeben. Als er nach Kriegsende, mittlerweile mit seiner neuen Identität verschmolzen, ein neues Zuhause bei einer katholischen Familie findet, glaubt er sich am Ziel seiner Wünsche. Doch seine verdrängten Erinnerungen, Gefühle und seine wahre Identität holen ihn wieder ein.

       

      Stab und Besetzung

      Herr Fridman Zbigniew Zamachowski
      Frau Herman Jeanette Hain
      Pawel   Lukasz Gajdzis
      SS-Offizier   Rainer Bock
      Grzegorz Kowalski Przemyslaw Sadowski
      Autor   Uri Orlev
      Srulik/Jurek   Andrzej Tkacz
      Srulik/Jurek   Kamil Tkacz
      Magda Janczyk Elisabeth Duda
      Mosche Frenkiel Itay Tiran
      Regie Pepe Danquart
      Schnitt Richard Marizy
      Musik Stéphane Moucha
      Kamera Daniel Gottschalk
      Drehbuch Heinrich Hadding
      Pepe Danquart

      Srulik ist neun Jahre alt, als ihm gerade noch rechtzeitig die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt. Um den deutschen Soldaten zu entkommen, flieht er in ein riesiges und unwegsames Waldgebiet. Auf sich allein gestellt muss er lernen, in der Wildnis zu überleben. Da er von einem unerschütterlichen Überlebensinstinkt getrieben wird, übersteht er die ersten Monate seiner Flucht.

      Aber die eisige Kälte des Winters und die unerträgliche Einsamkeit treiben den Jungen in die Zivilisation zurück. Doch es ist schwierig, die Menschen zu erkennen, denen er trauen kann. Als er eines Tages an die Tür der Bäuerin Magda Janczyk klopft, deren Mann und Söhne sich den Partisanen angeschlossen haben, lernt Srulik die wohl wichtigste und zugleich schmerzlichste Lektion, um zu überleben: Magda bringt ihm bei, seine Religion und damit auch seine Identität zu verleugnen und sich fortan als katholischer Waisenjunge Jurek auszugeben.

      Auf seiner dreijährigen Flucht durch das besetzte Polen bleibt die Angst vor Entdeckung sein ständiger Begleiter. Nur dadurch, dass Srulik immer stärker mit seiner falschen Identität verschmilzt und seine wahre Herkunft immer mehr verdrängt, gelingt ihm das Unmögliche: den Wahnsinn dieser Zeit zu überstehen.

      „Lauf Junge lauf“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans des israelischen Autors Uri Orlev, basierend auf dem Schicksal von Yoram Friedman, der heute in Israel lebt. Mit großer erzählerischer Kraft zeichnet Pepe Danquarts so erschütterndes wie lebensbejahendes Kriegsdrama ein Kinderschicksal in einer unmenschlichen Zeit.

      Pepe Danquart hat mehrfach Filmgeschichte geschrieben. Der große Durchbruch gelang dem deutschen Regisseur 1993 mit dem Kurzfilm "Schwarzfahrer", für den er im Folgejahr einen Oscar erhielt. Als Mitbegründer der Medienwerkstatt Freiburg gehörte er in den 80er Jahren zu den Pionieren des politischen Videofilms, die eine Gegenöffentlichkeit herstellen wollten. Danquarts Dokumentation „Heimspiel“ (2000) wurde von ARTE koproduziert. Sein jüngster Spielfilm „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ feierte 2017 Premiere. „Lauf Junge lauf“ wurde 2014 gleich drei Mal für den Deutschen Filmpreis nominiert.

      • Thema: Gegen das Vergessen: Zum Gedenktag der Befreiung von Auschwitz

      Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocausts zeigt ARTE einen Themenschwerpunkt mit Dokumentarfilmen, die das unfassbare Grauen der Shoah zeigen, aber auch auf Momente der Hoffnung verweisen. Zeitzeugen und Überlebende berichten eindrücklich und emotional von ihren Erlebnissen, zum Beispiel die „Frauen von Block 10“, die die Menschenversuche des SS-Professors Clauberg in Auschwitz überlebten, oder die „Kinder von Markt Indersdorf“, deren Weg aus der bayerischen Provinz in eine neue Heimat führte. Auf dass die Erinnerung an das wohl dunkelste Kapitel der Menschheitsgeschichte niemals verblassen möge.

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      Mittwoch, 05.02.20
      13:45 - 16:00 Uhr (135 Min.)
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