• 25.01.2020
      19:30 Uhr
      Die Hüter des Amazonas Dokumentation Frankreich 2017 - Thema: Winter of Forests | arte
       

      Der Amazonas-Regenwald ist die Wiege jahrhundertealter Zivilisationen und die grüne Lunge der Erde. Indigene Völker wie die Yawalapiti sind heute die letzten Hüter des riesigen Urwalds: In den 60er Jahren zählten sie nur noch wenige Dutzend Mitglieder, inzwischen sind ihre Gemeinschaften wieder auf mehrere Hundert Menschen angewachsen. Doch ihre Zukunft bleibt ungewiss.

      Samstag, 25.01.20
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Der Amazonas-Regenwald ist die Wiege jahrhundertealter Zivilisationen und die grüne Lunge der Erde. Indigene Völker wie die Yawalapiti sind heute die letzten Hüter des riesigen Urwalds: In den 60er Jahren zählten sie nur noch wenige Dutzend Mitglieder, inzwischen sind ihre Gemeinschaften wieder auf mehrere Hundert Menschen angewachsen. Doch ihre Zukunft bleibt ungewiss.

       

      Die grüne Lunge der Erde: das Amazonasgebiet. Hier lebten schon immer Hunderte verschiedene Ethnien. Die Yawalapiti, die entlang des brasilianischen Rio Xingu im größten Schutzgebiet für indigene Völker leben, stehen beim Schutz des von allen Seiten bedrohten Regenwaldes an vorderster Front. Ihr Land bildet regelrechte Naturschutzinseln. Deren Fläche macht zehn Prozent des brasilianischen Staatsgebiets aus und ist etwa so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen.

      Die europäischen Eroberer sahen den Wald nicht als heiligen Ort, sondern als Land, das es einzunehmen galt. Heute ist Brasilien weltweit führend in der Sojaproduktion und Viehzucht - und die Landwirtschaft der gefährlichste Feind des Amazonas-Regenwaldes. Eine der größten Bedrohungen des Xingu-Reservats und des gesamten Amazonasgebiets sind Brände. 2016 wurde wegen der schlimmsten Dürre seit 50 Jahren die Alarmstufe Rot ausgerufen. Wenn nicht gegengesteuert wird, könnte sich der Regenwald in eine Grassteppe verwandeln.

      Um die Folgen des Klimawandels für die Region besser zu verstehen, errichteten Wissenschaftler ein Forschungszentrum mitten im Dschungel. Für ihre Studien knüpfen sie an das Wissen der indigenen Völker an, die sich seit Jahrtausenden mit dieser Frage beschäftigen.

      Der junge Yawalapiti-Häuptling Tapi schildert die klimatischen Veränderungen und die Bedrohungen, die sich auf die Region und die gesamte Kultur auswirken. Neben Tapi kommen in der Dokumentation auch einige der Wissenschaftler zu Wort.

      Das Amazonasgebiet bietet ein ideales Klima für die Entwicklung von Tieren, Pflanzen und Menschen. Die indigene Bevölkerung kennt die Reichtümer, die der Wald beherbergt; für die Wissenschaft sind diese Ressourcen eine Goldgrube. Von der Bewahrung dieses kostbaren Gebiets hängt die Zukunft des Planeten ab.

      Die Natur im Regenwald hat für die indigenen Völker auch eine spirituelle Bedeutung. Die Yawalapiti führen ihre traditionellen Riten trotz aller Schwierigkeiten und Bedrohungen fort. So beginnen sie ein Jahr nach dem Tod des alten Häuptlings mit einer Zeremonie, die den Geist des Verstorbenen befreien soll.

      Die Dokumentation folgt den indigenen Völkern beim Versuch, ihre Umwelt zu bewahren und vor den verschiedenen Formen der Entwaldung zu schützen. Ihre Geschichten verdeutlichen, wie kostbar das beeindruckende Naturgebiet für alle Erdenbewohner ist. „Die Hüter des Amazonas“ als Sprachrohr der Stimmen eines jungen Yawalapiti-Häuptlings und auch die anderer Menschen, die die Veränderungen dieses Kleinods der biologischen Vielfalt unmittelbar miterleben.

      • Thema: Winter of Forests

      Er ist grüne Lunge des Planeten, Opfer des Klimawandels, Rückzugsort und nicht zuletzt Heimat von Wölfen und bösen Hexen: der Wald. Trotz intensiver Bewirtschaftung und Erforschung umweht ihn auch im 21. Jahrhundert noch ein Hauch von Mythos. Dokumentationen, Spielfilme und Magazine spüren ab dem 12. Januar dem Wald als Mythos und als Biotop nach und zeigen Wege, ihn für zukünftige Generationen zu erhalten.

      Das Böse und Unbekannte lauert auch im Film bekanntlich gerne im tiefen Wald. Im Mystery-Thriller „The Village“ behauptet sich ein altertümliches Dorf gegen mysteriöse Wesen aus dem Wald, und die Neuverfilmung des Hauff-Märchens mit Moritz Bleibtreu in der Rolle des teuflischen Holländermichels entführt den Zuschauer in die düstere Kulisse des Schwarzwaldes. Weitere Spielfilm-Highlights sind „Gorillas im Nebel“ mit Sigourney Weaver, die schwarze Komödie „The Lobster“ und „Tarzan und sein Sohn“ mit Johnny Weissmüller.

      Während in Deutschland vor allem das „Geheimnis Teutoburger Wald“ Legenden sprießen ließ, hielt im Frankreich des 18. Jahrhunderts die „Bestie der alten Berge“ die Bewohner der Region Gévaudan in Atem. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse geben erstaunliche Einblicke in die „Sprache der Wälder“ und zeigen am Beispiel der „Wälder des Nordens“, wie es dem Ökosystem Wald gelingt, sich durch komplexe Mechanismen an widrigste Umweltbedingungen anzupassen. Dennoch macht der Klimawandel dem Wald zu schaffen und engagierte „Waldretter“ arbeiten weltweit an innovativen Lösungen für den Wald der Zukunft. Die aufregendsten Waldgeschichten erzählen aber - von der wilden Katze bis zum Eichhörnchen – die tierischen Bewohner von Unterholz, Bäumen und Kronendach.

      Präsentiert wird der „Winter of Forests“ von Yann Arthus Bertrand. Der französische Fotograf wurde durch seine spektakulären Luftbildaufnahmen international bekannt und engagiert sich intensiv für den Umweltschutz. In die Welt von oben zieht er sich auch privat am liebsten zurück - in sein Baumhaus nicht weit von Paris.

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      Samstag, 25.01.20
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
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