• 07.01.2020
      22:55 Uhr
      Entkolonisieren (3/3) Die Welt gehört uns! | arte
       

      Das 20. Jahrhundert markierte den Höhepunkt des Kolonialismus, aber gleichzeitig auch das Ende der europäischen Herrschaft über die Welt. Von Algerien über Indien bis Vietnam erzählt ARTE in drei Teilen die Geschichte der Dekolonisierung und den Kampf der „Verdammten dieser Erde“ um ihre Freiheit.

      Dienstag, 07.01.20
      22:55 - 23:55 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Das 20. Jahrhundert markierte den Höhepunkt des Kolonialismus, aber gleichzeitig auch das Ende der europäischen Herrschaft über die Welt. Von Algerien über Indien bis Vietnam erzählt ARTE in drei Teilen die Geschichte der Dekolonisierung und den Kampf der „Verdammten dieser Erde“ um ihre Freiheit.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Karim Miske

      Gegengift: Der französische Psychiater Frantz Fanon von der Insel Martinique wird nach Blida in Algerien versetzt. Er soll Traumata französischer Folterknechte behandeln, schließt sich stattdessen aber als Aktivist der Nationalen Algerischen Befreiungsfront an.

      Ein Stern verglüht: Patrice Lumumba, Gründer der kongolesischen Unabhängigkeitspartei MNC, wird 1958 von den Belgiern wegen seiner pazifistischen Haltung hofiert. Zunächst …

      Hauptstadt der Revolution: Im Juli 1969 findet in Algier das erste panafrikanische Kulturfestival statt und feiert den Traum eines unabhängigen, blühenden und freien Afrikas. Kann dieser Traum Wirklichkeit werden?

      Der Verrat: Zehn Tage nach Unabhängigkeit des ehemaligen Belgisch-Kongo besetzt die frühere Kolonialmacht den Süden des Landes. Premierminister Lumumba bittet die UdSSR um Hilfe, doch die Westmächte lassen ihn durch seinen Stellvertreter Mobutu ermorden. Der neue starke Mann macht sich zum Alleinherrscher über einen vermeintlich unabhängigen Staat, der zum Spielball westlicher Interessen wird.

      Eine neue Weltordnung: Mitten im Kalten Krieg will die indische Premierministerin Indira Gandhi 1971, dass ihr Land nicht mehr länger von Dritten abhängig ist. 1974 lässt sie die erste indische Atombombe zünden.

      Southall Riots: Proteste gegen ein Treffen der rechtsextremen National Front im Londoner Viertel Southall werden 1979 von der Polizei gewaltsam niedergeschlagen. Für die Migranten aus den ehemaligen Kolonien geht es bei den Ausschreitungen vor allem darum, als gleichberechtigte britische Staatsbürger angesehen zu werden.

      Es war einmal in Nollywood: Ein junger Straßenhändler dreht 1992 in Lagos mithilfe einer Videokamera seinen ersten Film: „Living in Bondage“. Der Film wird zum internationalen Erfolg und legt den Grundstein für eine nigerianische Filmindustrie, die das Kino als politisches Sprachrohr nutzt.

      Die letzte Schlacht: 2012 sammeln die verbliebenen Mau-Mau 6.000 Augenzeugenberichte von Opfern kolonialer Gewalt. Sie werden von Historikern, Anwälten und ehemaligen Kolonialverwaltern unterstützt, um ihre letzte Schlacht zu schlagen: Sie wollen das Vereinigte Königreich verklagen.

      ENTKOLONISIEREN
      Dokumentationsreihe von Karim Miské und Marc Ball gesprochen von Reda Kateb

      Das 20. Jahrhundert besiegelte das Ende der Kolonialreiche, doch ihr Niedergang vollzog sich über einen Zeitraum von 150 Jahren. Anhand der Schicksale bekannter und weniger bekannter Befreiungshelden aus Afrika und Asien zeigt die Reihe auf, wie die Entkolonialisierung zum Ausgangspunkt der komplexen weltpolitischen Situation von heute wurde.

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