• 17.11.2019
      10:55 Uhr
      Das Wispern der Vergangenheit Christian Boltanski in der Völklinger Hütte | arte
       

      Die Völklinger Hütte im Saarland ist ein symbolträchtiger Ort für Europa: Als „Leuchtturm der Industrialisierung“ wurde das ehemalige Eisenwerk eine der wichtigsten Stätten der deutschen Rüstungsindustrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bevor es zum Schauplatz von brutalen NS-Verbrechen an Zwangsarbeitern wurde. Nun hat der renommierte französische Künstler Christian Boltanski einen Gedenkort für die Zwangsarbeiter geschaffen. Die Dokumentation begleitet den Künstler bei der Einrichtung des Mahnmals von Paris an die Saar.

      Sonntag, 17.11.19
      10:55 - 11:25 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Die Völklinger Hütte im Saarland ist ein symbolträchtiger Ort für Europa: Als „Leuchtturm der Industrialisierung“ wurde das ehemalige Eisenwerk eine der wichtigsten Stätten der deutschen Rüstungsindustrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bevor es zum Schauplatz von brutalen NS-Verbrechen an Zwangsarbeitern wurde. Nun hat der renommierte französische Künstler Christian Boltanski einen Gedenkort für die Zwangsarbeiter geschaffen. Die Dokumentation begleitet den Künstler bei der Einrichtung des Mahnmals von Paris an die Saar.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Felix von Boehm

      „Sobald man anfängt, über etwas Vergangenes oder über Verstorbene zu schreiben, leistet man die Arbeit eines Bestatters. Insofern sehe ich meine Aufgabe darin, zu versuchen, das Leben verstorbener Menschen zurückzuholen“, sagt der französische Künstler Christian Boltanski über seine Arbeit.

      In seinen Installationen in der Völklinger Hütte nähert er sich dem Thema Zwangsarbeit inhaltlich, aber auch emotional. Denn in dem heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Eisen- und Stahlwerk im Saarland wurden während der NS-Herrschaft mehr als 10.000 Zwangsarbeiter beschäftigt. Der größte Teil von ihnen waren französische, italienische und russische Kriegsgefangene oder aus der damaligen Sowjetunion verschleppte russische und ukrainische Zivilpersonen. Mehr als 250 ausländische Arbeitskräfte, in der Mehrheit Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, starben. Für sie hat Boltanski Erinnerungsräume geschaffen - in der Überzeugung, „dass jede Person einzigartig und somit sehr wichtig ist“.

      Dokumentation Deutschland 2019

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