• 12.09.2019
      11:20 Uhr
      Eine blonde Provinz Polen und der deutsche Rassenwahn | arte
       

      Ohne vorherige Kriegserkl√§rung marschierte die deutsche Wehrmacht am 1.¬†September 1939 in Polen ein. Der √úberfall auf Polen markiert nicht nur den Beginn des Zweiten Weltkriegs, sondern auch den einer gro√üangelegten, ethnischen S√§uberung. Im Zuge dieser sogenannten S√§uberung wurden Tausende Juden und Christen aus ihrer Heimat vertrieben, deportiert und get√∂tet. Sie mussten Platz machen f√ľr ein Experiment des Rassenwahns. Im Westen Polens planten die Nazis eine "blonde Provinz", die Ansiedlung Volksdeutscher, deren Nachwuchs zu einer germanischen Herrenrasse heranwachsen sollte.

      Donnerstag, 12.09.19
      11:20 - 12:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Ohne vorherige Kriegserkl√§rung marschierte die deutsche Wehrmacht am 1.¬†September 1939 in Polen ein. Der √úberfall auf Polen markiert nicht nur den Beginn des Zweiten Weltkriegs, sondern auch den einer gro√üangelegten, ethnischen S√§uberung. Im Zuge dieser sogenannten S√§uberung wurden Tausende Juden und Christen aus ihrer Heimat vertrieben, deportiert und get√∂tet. Sie mussten Platz machen f√ľr ein Experiment des Rassenwahns. Im Westen Polens planten die Nazis eine "blonde Provinz", die Ansiedlung Volksdeutscher, deren Nachwuchs zu einer germanischen Herrenrasse heranwachsen sollte.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Klaus Salge
      Jacek Kubiak

      Tausende Polen christlichen und j√ľdischen Glaubens wurden nach dem deutschen √úberfall auf Polen vor 80 Jahren von der deutschen Wehrmacht, der SA und der SS aus ihren H√§usern vertrieben, deportiert und umgebracht. Die Nazis planten, im besetzten Polen, in einem Distrikt namens Warthegau, ein Experimentierfeld des Rassenwahns zu installieren. Eine "blonde Provinz", so Heinrich Himmler, sollte entstehen, ein Laboratorium zur Z√ľchtung des germanischen Herrenmenschen.
      Innerhalb weniger Wochen wurden Hunderttausende Polen und Juden zur Vertreibung freigegeben, als Arbeitssklaven missbraucht oder get√∂tet. Es war der Beginn der Shoah. Die brutal Vertriebenen sollten "Platz schaffen" f√ľr die Volksdeutschen, die vor allem aus der sowjetischen Einflusszone - zwischen dem Schwarzen Meer und dem Baltikum - "heimgeholt" wurden.
      Die sogenannten √úbergangslager f√ľr Polen √§hnelten Konzentrationslagern. Hunger, Krankheiten und Tod standen auf der Tagesordnung. Die j√ľdische Bev√∂lkerung wurde in Ghettos gesperrt, grausame Zwischenstationen f√ľr die Lager, in die sie sp√§ter zum Zweck ihrer Ermordung deportiert wurden.

      Die Filmemacher Jacek Kubiak und Klaus Salge stellen drei M√§nner vor, die beim deutschen √úberfall auf Polen noch Kinder waren und deren Schicksal mit der Stadt Posen verbunden ist. Zwi Steinitz aus Tel Aviv, der nach 70 Jahren zum ersten Mal wieder in sein Geburtsland reist, um den Ort zu besuchen, an dem seine Eltern ermordet wurden. Henryk Jaszcz, der nach dem √úberfall vergeblich seine Eltern in Posen sucht und dessen Weg in den Widerstand f√ľhrt. Und Dieter Bielenstein, der als Zw√∂lfj√§hriger mit seinen Eltern aus Lettland nach Posen kam.

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