• 24.08.2019
      01:30 Uhr
      Vergewaltigt! Der lange Weg zur Gerechtigkeit | arte
       

      Jedes Jahr gibt es in Frankreich 250.000 Vergewaltigungen oder versuchte Vergewaltigungen. 16.000 davon werden angezeigt, ein Zehntel davon nach durchschnittlich vier Jahren vor Gericht gebracht. Marie, Manon, Michèle und Muriel haben Anzeige erstattet und durchlaufen die unterschiedlichen Etappen ihres Verfahrens. Die Dokumentation zeigt den langen, schmerzlichen Weg der Opfer und wie sie das ihnen Widerfahrene immer wieder Polizisten, Ärzten, Sachverständigen, Anwälten und Richtern erzählen müssen, die häufig nur eine Frage interessiert: Sind diese Frauen „gute Opfer“, denen es gelingen wird, ein Geschworenengericht zu überzeugen?

      Nacht von Freitag auf Samstag, 24.08.19
      01:30 - 02:25 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Jedes Jahr gibt es in Frankreich 250.000 Vergewaltigungen oder versuchte Vergewaltigungen. 16.000 davon werden angezeigt, ein Zehntel davon nach durchschnittlich vier Jahren vor Gericht gebracht. Marie, Manon, Michèle und Muriel haben Anzeige erstattet und durchlaufen die unterschiedlichen Etappen ihres Verfahrens. Die Dokumentation zeigt den langen, schmerzlichen Weg der Opfer und wie sie das ihnen Widerfahrene immer wieder Polizisten, Ärzten, Sachverständigen, Anwälten und Richtern erzählen müssen, die häufig nur eine Frage interessiert: Sind diese Frauen „gute Opfer“, denen es gelingen wird, ein Geschworenengericht zu überzeugen?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Laetitia Ohnona

      In Frankreich allein kommt es jedes Jahr zu 250.000 Vergewaltigungen oder versuchten Vergewaltigungen. Nur 1.600 Opfer schaffen es, ihren Fall vor ein Geschworenengericht zu bringen. „Vergewaltigt! - Der lange Weg zur Gerechtigkeit“ begleitet vier betroffene Frauen in unterschiedlichen Verfahrensetappen auf ihrem schmerzlichen Weg. Die 20-jährige Marie hat den Freund ihrer Tante wegen Vergewaltigung angezeigt. Manon ist 27 und erinnert sich an die drei ersten Gläser in einer Pariser Bar, danach an nichts mehr. Michèle, 56 Jahre, wurde von zwei Männern, die sie im Auto mitgenommen hatte, geschlagen und vergewaltigt. Für Muriel, 42 Jahre, endete ein feuchtfröhlicher Abend in der Katastrophe, als ein „fürsorglicher Freund“ sie nach Hause begleitete. Sie steht kurz vor dem Prozess.
      Um eine Tat als Verbrechen vor ein Geschworenengericht bringen zu können, sind konstante Aussagen und die Beweislage, vor allem aber die Umstände der Vergewaltigung ausschlaggebend. Die größten Aussichten auf Erfolg vor Gericht haben jene Fälle, bei denen verübte Gewalt etwa durch blaue Flecken oder blutige Wunden augenscheinlich sichtbar wird. Dies trifft jedoch gerade einmal in zehn Prozent der Fälle zu - 90 Prozent der Vergewaltigungen werden ohne Einsatz massiver Gewalt verübt. Von der Strafanzeige bis zum Urteil gewährt die Dokumentation an der Seite der vier Betroffenen Einblicke in zahlreiche Einrichtungen, die eine Rolle bei der juristischen Bearbeitung von Vergewaltigungen spielen. Der Zuschauer wird von innen heraus Zeuge dieses Hindernislaufs und bekommt vor Augen geführt, welche Rolle Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Opfer und kollektive Vorurteile in Vergewaltigungsfällen spielen.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 24.08.19
      01:30 - 02:25 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.10.2019