• 20.08.2019
      10:25 Uhr
      Mythos Kongo Im Reich der Menschenaffen | arte
       

      Der Fluss Kongo ist mächtig und tief wie kein anderer Strom. Und er bietet einigen der wundersamsten Kreaturen unserer Erde Rückzugsraum und Heimat. Tief im Inneren der dichten Urwälder leben auch die nächsten Verwandten der Menschen: Drei der vier Menschenaffen-Arten beherbergt das Kongobecken. Mit außergewöhnlichen Aufnahmen gewährt die Dokumentation spannende Einblicke in eine der geheimnisvollsten und gleichzeitig gefährlichsten Regionen unserer Erde.

      Dienstag, 20.08.19
      10:25 - 11:10 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Der Fluss Kongo ist mächtig und tief wie kein anderer Strom. Und er bietet einigen der wundersamsten Kreaturen unserer Erde Rückzugsraum und Heimat. Tief im Inneren der dichten Urwälder leben auch die nächsten Verwandten der Menschen: Drei der vier Menschenaffen-Arten beherbergt das Kongobecken. Mit außergewöhnlichen Aufnahmen gewährt die Dokumentation spannende Einblicke in eine der geheimnisvollsten und gleichzeitig gefährlichsten Regionen unserer Erde.

       

      In den dichten Urwäldern des Kongobeckens leben drei von insgesamt vier Menschenaffenarten, die zu den nächsten Verwandten des Menschen zählen - Flachlandgorillas, Schimpansen und Bonobos.

      Lautes Trommeln hallt durch das Unterholz. Aus den Tiefen des Dschungels stürzt ein Silberrücken, der Anführer einer Sippe Flachlandgorillas. Er wird seinem Ruf als Macho nicht gerecht: Liebevoll kümmert er sich um seine Familie.

      Zwei weitere, nahe Verwandte des Menschen leben im Kongobecken. Ihre Evolution hat der Kongo-Fluss entscheidend geprägt. Während die Schimpansen nördlich des Flusses leben, gibt es Bonobos ausschließlich auf der Südseite. Eingeschlossen von den Wassermassen des Kongo entwickelten Bonobos ihre eigene Gesellschaftsform, eine ganz andere als die der Schimpansen: Schimpansen können gewalttätig werden, um Konflikte zu lösen, Bonobos nutzen stattdessen Sex. Der Film vergleicht das Sozialverhalten der drei großen Primaten des Kongos und kommt zu überraschenden Ergebnissen.

      Über Jahrmillionen hat der Kongo tiefe unterirdische Schluchten ins Flussbett gewaschen. An manchen Stellen misst der Fluss mehr als 200 Meter Tiefe, mehr als jeder andere Fluss. Selbst an den tiefsten Stellen gibt es noch Leben: Der blinde, fast durchsichtige Stachelaal hat sich perfekt an das Leben in Dunkelheit angepasst.

      Nach fast 5.000 Kilometern erreicht der Kongo den Atlantik. An den friedlichen Stränden des Pongara-Nationalparks nimmt er Tausende kleiner Lebewesen mit auf seine Reise ins Meer. Es sind Lederschildkröten, die gerade erst geschlüpft sind. Die Winzlinge hasten in Richtung Wasser, der Strand birgt lauter Hindernisse und Gefahren. Sobald die Brandung sie erfasst, haben sie ihr erstes Abenteuer überstanden. Dann zieht es sie, wie den Kongo, hinein in die Weiten des Ozeans.

      Ein Film von Thomas Behrend

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