• 19.10.2016
      22:25 Uhr
      Geld Macht Kunst Dokumentation Deutschland 2016 | arte
       

      Ein tolles Auto können sich viele leisten, aber wer hat schon ein Original von Richter oder Warhol an der Wand? Kunst zu besitzen verspricht Prestige und hohe Rendite. Auktionspreise von mehr als hundert Millionen für ein Gemälde sind nichts Ungewöhnliches. Nur wie entstehen diese Preise? Wer kauft durch welche Vermittlung? Wie positionieren Sammler ihren Kunstbesitz, um dessen Wert zu steigern? Was bedeutet der Hype auf dem Markt für Museen und Besucher? In welche Bedrängnis geraten öffentliche Institutionen? Mitspieler geben Einblick in ein System, in dem das Geld die Kunst frisst.

      Mittwoch, 19.10.16
      22:25 - 23:20 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 21:50
      Geänderte Sendezeit!
      Stereo HD-TV

      Ein tolles Auto können sich viele leisten, aber wer hat schon ein Original von Richter oder Warhol an der Wand? Kunst zu besitzen verspricht Prestige und hohe Rendite. Auktionspreise von mehr als hundert Millionen für ein Gemälde sind nichts Ungewöhnliches. Nur wie entstehen diese Preise? Wer kauft durch welche Vermittlung? Wie positionieren Sammler ihren Kunstbesitz, um dessen Wert zu steigern? Was bedeutet der Hype auf dem Markt für Museen und Besucher? In welche Bedrängnis geraten öffentliche Institutionen? Mitspieler geben Einblick in ein System, in dem das Geld die Kunst frisst.

       

      Stab und Besetzung

      Produzent WDR
      Regie Martina Müller

      Ein tolles Auto können sich viele leisten, aber wer hat schon ein Original von Richter oder Warhol an der Wand? Kunst zu besitzen verspricht Prestige und hohe Rendite. Auktionspreise von mehr als hundert Millionen für ein Gemälde sind nichts Ungewöhnliches. Nur wie entstehen diese Preise? Wer kauft durch welche Vermittlung? Wie positionieren Sammler ihren Kunstbesitz, um dessen Wert zu steigern? Was bedeutet der Hype auf dem Markt für Museen und Besucher? In welche Bedrängnis geraten öffentliche Institutionen? Mitspieler geben Einblick in ein System, in dem das Geld die Kunst frisst.

      Der Konzeptkünstler Hans-Peter Feldmann macht aus Geld Kunst. Mit bemalten Dollarnoten setzt er dem Betrieb die Pappnase auf. Und worüber keiner spricht, das demonstriert Feldmann mit einer Performance auf der Art Cologne: "Hell erstrahlen alle Mienen bei dem schönen Wort verdienen."

      Wer keine Ahnung von Kunst hat, nimmt sich einen Berater wie den Düsseldorfer Helge Achenbach. Sechs Jahre Gefängnis hat dieser sich eingehandelt, weil er dem Aldi-Erben Berthold Albrecht überhöhte Preisaufschläge in Rechnung gestellt hatte. 19,3 Millionen Euro hat Achenbach für seine Kunstvermittlung eingestrichen - eine Provinzposse für einen Markt, der mit ganz anderen Gewinnmargen jongliert, die nur durch strafrechtliche Ermittlungen bekannt werden.

      Doch welche Auswirkungen hat es auf Museen und Besucher, wenn reiche Leute viel Geld für Kunst ausgeben und sich dabei übers Ohr hauen lassen? Auktionshäuser orientieren sich an den Preisen solcher Privatdeals. Und jeder Hammerpreis hat Auswirkungen auf die Bewertung von Kunst: Steigen die Preise, erhöhen sich auch Versicherungsprämien, die öffentliche Museen nicht mehr bezahlen können.

      Gemälde, zum Anschauen gemalt, lagern in den Freihandelshäfen von Genf, Luxemburg oder Singapur: steuerfreie Zonen und zugleich die größten geheimen Museen der Welt.

      Welches Geschäft mit der Gegenwartskunst zu machen ist, das haben auch Konzernchefs der Luxusindustrie längst entdeckt. Gibt es noch einen Unterschied zwischen Kunst und Luxuswaren? Während viele Künstler und Galerien ums Überleben kämpfen, beherrscht ein kleiner, aber dominanter Teil ein System, in dem es um alles andere geht, nur nicht um Kunst.

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      22:25 - 23:20 Uhr (55 Min.)
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