• 19.08.2019
      23:20 Uhr
      Frühstart Leben Dokumentation Belgien 2016 | arte
       

      Die Zwillinge Eden und Léandro sind Frühstgeborene und kämpfen in der Abteilung für Neonatologie ums Überleben. Ihre Welt besteht wochenlang aus gläsernen Kästen, Schläuchen, Monitoren – und aus ihrer Mutter, die im Rhythmus ihrer Zwillinge lebt, zwischen Hoffnung, Müdigkeit, Enttäuschung und Angst vor dem Tod. Der Dokumentarfilm kommt der Familie sehr nah, ohne aufdringlich oder voyeuristisch zu sein.

      Montag, 19.08.19
      23:20 - 00:35 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo Original mit Untertitel

      Die Zwillinge Eden und Léandro sind Frühstgeborene und kämpfen in der Abteilung für Neonatologie ums Überleben. Ihre Welt besteht wochenlang aus gläsernen Kästen, Schläuchen, Monitoren – und aus ihrer Mutter, die im Rhythmus ihrer Zwillinge lebt, zwischen Hoffnung, Müdigkeit, Enttäuschung und Angst vor dem Tod. Der Dokumentarfilm kommt der Familie sehr nah, ohne aufdringlich oder voyeuristisch zu sein.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Claudio Capanna

      Die frühgeborenen Zwillinge Eden und Léandro haben einen schwierigen Start ins Leben. Das „Licht der Welt“, das sie erblicken, gehört zur Klinik, ihre Welt besteht wochenlang aus gläsernen Kästen, Schläuchen, und blinkenden Monitoren, die ihre Lebensfunktionen dokumentieren. In ihre Ohren dringt weißes Rauschen, Brummen oder schrilles Piepen. Extrem-Frühchen wie Eden und Léandro beginnen ihr Leben mit einem Kampf auf Leben und Tod.

      „Frühstart Leben“ versetzt den Zuschauer in die Welt der Frühgeborenen, die nach und nach ihre Umwelt wahrzunehmen beginnen. Sie sind noch sehr anfällig, machen Fortschritte, erleben Rückschläge und kämpfen um jeden Tag, den sie wachsen und stärker werden können. Ihre Mutter verbringt die Zeit bangend an ihrer Seite.

      Während die Mediziner ihr Bestes tun, um Komplikationen in den Griff zu bekommen, schwankt die Mutter zwischen Erschöpfung, Hoffnung und Verlustängsten. Ihr eigenes Empfinden scheint mit dem der Babys zu verschmelzen, die sie behütet, als wären sie noch in ihrem Bauch. Sie führt einen Kampf, damit ihre Kinder eines Tages ein eigenständiges Leben führen können, ohne an Maschinen angeschlossen zu sein. Sie hält durch, mit ihren Kindern und für sie, bis zum letzten Tag im Krankenhaus.

      „Frühstart Leben“ bietet keine objektiven Erklärungen, sondern ist als subjektive Vermittlung des Überlebenskampfes von Frühstgeburten zu verstehen – und als dokumentarisches Eintauchen in die Gefühlswelt der Angehörigen.

      Nach einer Anfangssequenz, die die Passage durch den Geburtskanal und den Eintritt in ein klinisches und radikal aseptisches Umfeld wie im Traum suggeriert, konzentriert sich das einfühlsame Auge von Claudio Capanna auf die Empfindungen dieser Extrem-Frühchen. In einer Welt, in der „makro“ zum natürlichen Maßstab wird, in der die umsichtigen Hände der Erwachsenen genauso groß sind wie die Neugeborenen selbst, werden Details zu Hauptsachen. Am Anfang des Parcours wird alles in Augenhöhe der Frühchen gefilmt, im Mittelpunkt stehen ihre Primärbedürfnisse – atmen, essen, zunehmen, berührt und geliebt werden. Es gibt keine Erklärungen von Experten oder Interviews mit Medizinern. Der Ton spielt eine herausragende Rolle und ergänzt die Sinneseindrücke aus der Welt der Frühchen.

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      Montag, 19.08.19
      23:20 - 00:35 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.11.2020