• 18.08.2019
      17:20 Uhr
      Déjà-Vu Schreiben unter Pseudonym / Gebt Afrika, was Afrika gehört / Rassentrennung im Film | arte
       

      Diese Woche geht „Déjà-Vu“ am Beispiel von Elena Ferrante der Frage nach, warum Autoren unter einem Pseudonym schreiben. Außerdem geht es um die neu aufgeflammte kulturpolitische Debatte, wie europäische Völkerkundemuseen mit Beutekunst aus Afrika umgehen sollen. Peter Farrellys Film „Green Book“ (2018) regt zum Nachdenken darüber an, wie Hollywood sich der Zeit der Rassentrennung widmet.

      Sonntag, 18.08.19
      17:20 - 17:55 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo HD-TV

      Diese Woche geht „Déjà-Vu“ am Beispiel von Elena Ferrante der Frage nach, warum Autoren unter einem Pseudonym schreiben. Außerdem geht es um die neu aufgeflammte kulturpolitische Debatte, wie europäische Völkerkundemuseen mit Beutekunst aus Afrika umgehen sollen. Peter Farrellys Film „Green Book“ (2018) regt zum Nachdenken darüber an, wie Hollywood sich der Zeit der Rassentrennung widmet.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Philippe Collin
      • Schreiben unter Pseudonym

      Die Serien-Adaption von Elena Ferrantes Bestseller „Meine geniale Freundin“ und das Erscheinen ihres Werks „Frantumaglia“ in deutscher Sprache heizen die Spekulationen über die wahre Identität der Autorin weiter an. Doch Elena Ferrante ist nicht die erste Schriftstellerin, die ihren bürgerlichen Namen lieber geheim hält. Ein Beitrag rund um die Frage, was die Entscheidung für Anonymität und die Wahl des Pseudonyms über die Schriftsteller, das künstlerische Selbstverständnis und den Zeitgeist aussagt.

      • Gebt Afrika, was Afrika gehört

      Am 28. November 2017 verkündete Emmanuel Macron, er wolle den afrikanischen Ländern ihr Kulturerbe zurückgeben. Eine große Sache, denn im Zuge der Kolonialisierung wurden mindestens zwei Drittel der afrikanischen Kulturgüter nach Frankreich geschafft. Ein Jahr nach der Ankündigung lassen zwei Forscher die kulturpolitische Debatte wieder aufflammen: Um Beutekunst aus Afrika zu den rechtmäßigen Erben zurückzuführen, muss festgestellt werden, unter welchen Umständen die heutigen Museumsstücke entwendet wurden - und das hieße, die Gewalt anzuerkennen, mit der die Kolonialherren sich der wertvollen Kunstgegenstände bemächtigten. Ein Blick nach Europa zeigt, wie andere Länder jahrzehntelange koloniale Plünderungen wiedergutmachen.

      • Rassentrennung im Film

      In „Green Book“ (2018) schildert Peter Farrelly die Konzertreise eines schwarzen Pianisten durch die amerikanischen Südstaaten zur Zeit der Rassentrennung. Das „Green Book“ war damals so etwas wie ein Lonely Planet für Afroamerikaner, das über alle Etablissements Auskunft gab, in denen sie essen und übernachten durften. Doch Peter Farrelly war nicht der erste Filmemacher, der sich dem Thema der Rassentrennung annahm: Vor ihm traten Jeff Nichols („Loving“, 2016), Lee Daniels („Der Butler“, 2013) und Ava DuVernay („Selma“, 2014) in die Fußstapfen des großen Victor Fleming, der mit „Vom Winde verweht“ (1939) den Sezessionskrieg auf die Leinwand brachte. Ein Rückblick auf den Umgang Hollywoods mit der Zeit der Rassentrennung und der Bürgerrechtsbewegung.

      Die aktuelle Performance eines Künstlers oder die Herausbildung eines Kulturphänomens geht beim Publikum häufig mit einem Déjà-vu-Erlebnis einher. Die gleichnamige Dokumentationsreihe befasst sich mit den Auslösern bestimmter Erinnerungen bei uns und ordnet sie in das Erbe einer früheren Kunstströmung ein.

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      Sonntag, 18.08.19
      17:20 - 17:55 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo HD-TV

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